Aloe
( Aloe vulgaris L. Aloe soccotrina L. )
Familie der Liliengewächse
Bergaloe, Bitteraloe, Kapaloe,
In Indien Kumari (Jungfrau) in Mexiko Sabia ( weise Frau )
Mittelmeerpflanze, aber auch in Ost – und Südafrika heimisch.
über das ganze Jahr
Blätter
Ein 2-3 ( selten bis 5 ) Meter hoher Baum mit bis 1 Meter langen Blättern. Die Blüten sind rot oder orangerot. Die Frucht ist eine Kapsel.
Der Absud wird verwendet bei :gestörter Verdauung, Verstopfung ( hier erfolgt die Stuhlentleerung nach ca. 8 - 12 Stunden ), Unterleibsstockung, Verdauungsschwäche, Förderung der Gallenabsonderung. Empfehlung bei Blutandrang in Kopf und Lunge.
Aloetinktur wird als mildes Magenmittel genannt, gegen Blutandrang in Gehirn, Herz und Lunge. Kneipp rühmt die Aloe aufs Höchste : Er verwendete 1 – 2 Messerspitzen Aloepulver, in einem Löffel Honig verrührt, zur Magenreinigung.
Beieitrigen, tiefsitzenden Geschwüren als Auflage. Die Tinktur bei schlecht heilenden Wunden. Viele Indianerstämme Nordamerikas benutzen den mit Wasser verdünnten Saft zur Mundpflege und gegen leichte Entzündungen im Mund und Rachenbereich.
Kneipp verwendete 1 Messerspitze auf etwas kochendes Wasser, gut verrührt, zur Reinigung von frischen, faulenden und eiternden Wunden
Überdosierung ( mehr als 1 g. je Tag ) kann zu schweren Darmentzündungen und Nierenreizung führen. Bei chronischer Anwendung treten Wasserhaushalts- und Kaliumverluste auf, was unbedingt vermieden werden
muß !!
Die Verwendung als Abführmitteln ( über einen vertretbaren Zeitraum ) kann zu einer dauerhaften Schädigung der Darmschleimhaut führen. Die Überdosierung kann zu einer Lähmung der Darmmuskulatur führen. Außerdem nicht in der Schwangerschaft, während der Menstruationszeit und bei Hämorrhoiden anwenden.
Patienten mit Schwindsucht, Leber – und Nierenleiden sollten die Pflanze ebenfalls nicht anwenden. Die Beschreibung bei Fertigprodukten sollte genau gelesen und befolgt werden.
Anthrazenderivate z.B. Aloin ( ca. 40 % ) und Bitterstoffe,
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte .
Zusammen mit Fenchel und Wacholderbeeren gegen Verdauungsstörungen.Insgesamt ist die innerliche Verwendung nicht zu empfehlen.
Der Pflanze wird eine Geistervertreibende Wirkung nachgesagt. Die peruanischen Indios hängen die Pflanze hinter der Eingangstür verkehrt herum auf, um Glück im Hause und Unglück dem Hause fern zu halten.
Aloe als Topfpflanze im Garten dient als Glücksbarometer, wenn die Pflanze blüht ist dies ein Zeichen großen Glücks, eine vertrocknete Pflanze ist ein böses Omen und soll sofort verbrannt werden.
Auf den karibischen Inseln wird der eingetrocknete Saft heute noch für magische Räucherungen verwendet.
Aloe wurde bereits 3000 v. Chr. Als Arzneimittel verwendet. Die abführende Wirkung war bereits im Altertum bekannt. Dioskurides erwähnte die zusammenziehende, abführende und wundheilende Wirkung.
In England wurde die Pflanze bereits im 10. Jahrhundert benutzt.
Hildegard von Bingen verwendete Aloe auch in Zugpflastern, die zum aufbrechen von Geschwüren verwendet wurden.