Andorn
( Marrubium vulgare )
Familie der Lippenblütlergewächse
Mariennessel, Gotteshilfe, Helfkraut, Weiße Leuchte, Berghopfen, Mutterkraut, Weißer Dorant, gemeiner Andorn, weißer Andorn, Gottvergessen, Mariennessel, Marubel, wilder Taurant.
Juni - August
Juli - August
die gesamte Pflanze
Ein weißfilziger Stamm trägt grauweiß behaarte Blätter, mit kleinen weißen Blüten mit rauhaarigem Kelch.
Die Zubereitung erfolgt meist als Tee . Dieser Tee wirkt stärkend, belebend und lösend. Brustverschleimung, Schwäche, Lungenkatarrh, Müdigkeit, besonders auch Gelbsucht. Asthma . Bittermittel, VerdauungsbeschwerdenBittermittel gegen Verdauungsbeschwerden. Husten und Heiserkeit. Bei Gallebeschwerden. Menstruationsbeschwerden. Skorbut.
Es scheint auch eine Wirkung gegen Quecksilbervergiftungen vorhanden zu sein, dies ist aber nicht bewiesen.
Kann für Bäder und Umschläge bei schlecht heilenden und / oder fressenden Wundengenutzt werden. Ein Absud des Krautes hilft gegen Schuppen.
keine bekannt
Marubiin ( Bitterstoff ), ätherische Öle und Gerbstoffe
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Zur Bereitung des Teeaufgusses werden 2 Teel. der Droge ( 1,5 g ) mit 1 Tasse kochendem Wasser übergossen. Mehrmals tägl. 1 Tasse.
Andornsirup : 1 Pfund Zucker auf 3 / 4 Liter Andorntee, bei mäßiger Hitze eindicken lassen . In saubere, möglichst lichtdichte , Gläser abfüllen.
Leber- und Galleleidende sollten den Tee ohne Zucker oder Honig trinken.
Teebereitung : 1 Eßl. Andornkraut auf ¼ Liter Wasser, Kaltansatz.
Blätter und Samen mit Schmalz vermischt, verzehren den Kropf. Wurde bereits bei den antiken Schriftstellern erwähnt, wurde damals gegen Erkrankungen der Atmungsorgane und Mittel gegen Vergiftungen verwendet. Bereits Hildegard von Bingen nannte die Pflanze.
Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Pflanze gegen Tollwut ( natürlich ohne den ersehnten Erfolg ) eingesetzt.
Die Pflanze wurde in Südeuropa gegen Tuberkulose und Malaria verwendet.
Andorn
Die Bletter von weißem Andorn in wasser oder wein gesotten
darein gefeimpt honig oder zucker gethan
vnd getruncken
erweycht vnd reumet den koder auss der lungen vnd brust.
Hilfft allso wider den husten...
anno 1563 Matthiolus