Arnika
( Arnika montana )
Familie der Korbblütler
Bergwohlverleih, Engelwurz, Fallkraut, Johannisblume, Wolfsblume, Wundkraut, Kathreinwurzel, Blutblume, Kraftwurz, Engeltrank, Kraftrose, Ochsenblume, Stichkraut, Mutterwurz, Wolferlei, Bergwurz, Bluttrieb, Engelkraut, Engeltrank, Färberblume, Feuerblume, Gemsblume, Gemswurz, Hundstod, Kraftrose. St. Luciuskraut, Minderblume, Schneeberger Schnupftabaksblume, Sonnenwirbel, Sternblume, wilder Wegerich, Wollvor, Wolf, Wulferlei, Wulfsblome, Wulwesblome,
Juni - Juli
Blüten : Juni - Juli Wurzeln : im Frühjahr
Blüten und Wurzel
Die Pflanze sollte nur unter Aufsicht des Arztes angewendet werden. Die Pflanze fördert die Schweiß- u. Harnabsonderung beschleunigt den Blutumlauf, gg. Lähmungen infolge von Gehirnerschütterungen und Rückenmarkleiden. Bei Magen und Darmschleimhautproblemen.
Anregend auf: Magen und Verdauung, Herz und Kreislauf.
Dosierungsanweisungen : Verdünnung der Tinktur 1 : 3 mit Wasser.
Teeaufguß 2 bis 3 g ( 1 – 2 Teel. ) pro 150 ml Wasser
Arnikatinktur als Einreibung gegen Zerrungen, Zerteilung von Geschwülsten. Behandlung von Prellungen, Blutergüssen, Behandlung von Quetschungen und Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Unterstützung von oberflächlichen Hautdefekten. Entzündungen nach Insektenstichen, sowie Mundschleimhautentzündungen. Bei Stichwunden. Auch das Kraut kann im Aufguß, für äußerliche Anwendung bei genannten äußerlichen Beschwerden, als Umschlag genutzt werden.
Gegen oberflächliche Hautdefekte, aber niemals in offene Wunden einbringen.
Auflagen mit in der Tinktur getränkten Tüchern können gemacht werden – diese sind mehrmals täglich zu wechseln.
BeiÜberdosierung besteht die Gefahr von schweren Herzstörungen, Überempfindlichkeiten der Haut, die sich in schmerzhaften, juckenden und entzündlichen Veränderungen– eventuell mit Bläschenbildung – äußern. Überdosierung zeigt sich in Herzrhythmusstörungen, Zittern, Durchfall, Schwindel, Kollaps. Die innerliche Anwendung ist in jedem Fall durch den Arzt zu überprüfen da auch schon Todesfälle durch Herzstillstandbeschrieben wurden.
Schwangere sollten Arnika in keiner Form anwenden es besteht die große Gefahr einer Gebärmutterwirkung der Sesquiterpenlaktone.
Bitterstoffe, besonders Helenalin und dessen Esterverbindungen
( Sesquiterpenlaktone ), 0,2 - 0,4 % Flavonoide, ätherisches Öl, Kumarine und Cholin.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Arnikatinktur ( nur äußerliche Anwendung )
1 Handvoll Arnikablüten werden mit 1 / 4 Liter Branntwein übergossen. 14 Tage in der Sonne stehen lassen , abgießen.
Teebereitung : 1 Eßl. Arnikablüten auf ¾ Liter Wasser.
Man kann Arnikatinktur ( 3 EßL.) mit 1/2 Liter Wasser mischen , gibt einige Tropfen
Glyzerin hinzu und erhält ein Mittel gegen Wunden und leichte Stichwunden.
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Wahrscheinlich geht die Anwendung von Arnika schon auf die germanischen Stämme zurück. Bei den mittelalterlichen Kräuterbuchautoren wurde die Pflanze allerdings nicht erwähnt.
Im Jahre 1673 tauchte die Pflanze in den Schriften des Pancovius wieder auf, hier wird die Pflanze als harn – und schweißtreibend beschrieben.
In alten Tagen galt die Arnika auch als Zauberpflanze, wenn man die Blüten um den Johannistag... wohl eher die Sommersonnenwende ( 21. 06 ) sammelte und die Blüten an diesem Tag in alle 4 Ecken der Felder streute, sollte sie vor dem gefürchtetem Korndämon schützen. Der Korndämon soll, nach altem Wissen, besonders um den Tag des Johannistages oder der Sommersonnenwende sein Unwesen getrieben haben.
Bei Gewitter steckte man Arnikabüschel an und versuchte mit dem folgendem Spruch das Wetter wieder in ruhige Bahnen zu lenken: " Zünd Arnika an, zünd Arnika an, damit das Wetter sich scheiden kann"