Baldrian

( Valeriana officinalis )

Familie der Baldriangewächse

Hexenkraut, Viehkraut, Theriakwurz, Katzenkraut, Augenwurzel, St. Georgenkraut,

Zahnkraut, Spickwurz, Wandwurzel, Marienwurzel, Dreifuß, Mondkraut, Tollerjan, Katzenwargel, Echter Baldrian, Gemeiner Baldrian, Boldrian, Ballerjan, Baltes, Bertram, Bullerjan, Katzenwargel, Katzenwurzel, Maria – Magdalenenwurz, Meuten, Balderjan, Viehkraut,  Wendwurzel

 

 

:                             

Juni - Juli

 

                         

September - Oktober

 

:                  

Wurzel

 


         

ein kurzer Wurzelstock mit hohem, gefurchtem Stängel, die

Blüten wachsen mit rötlich - weißer Farbe. Nach dem

Trocknen entsteht der bekannte Geruch. Baldrian gedeiht bevorzugt in feuchten Gegenden.

 


 

 

                           

Als Tee oder Tinktur angewendet ( Tee 3 g. Wurzel / 1/8 l. Wasser

oder 3 x 30 Tropfen ) hilft B. gg : nervöse Leiden aller Art, Migräne, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Angstgefühl und Trübsinn, Hysterie, nervösem Brechreiz,  Schwächezuständen, allgemeiner Körperschwäche, auch bei Störungen in den Wechseljahren. Nervösen Herzbeschwerden, Unruhe, nervöse Erschöpfungszustände. Auch bei Schwindel und asthmatischem Husten, bei Angstträumen. Die beste Wirkung zeigt Baldrian bei allen kalten Erkrankungen, alle Beschwerden, die mit Hitze verbunden sind können verschlimmert werden. Läßt sich gut gegen Streß einsetzen, gegen Angstzustände und Zittern. Lockert verspannte Muskeln und kann daher gut gegen Muskelkrämpfe und Halsverspannungen eingesetzt werden. Steigert die Konzentrations – und Leistungsfähigkeit. Gut gegen Asthma, Koliken, Reizdarm.

 Der Trank wird im Kaltansatz mit 60 g der getrockneten Wurzel pro Liter Wasser angesetzt.

 

                         

uninteressant

 

 

 

 

beiüblicher Dosierung nicht bekannt, die regelmäßige Anwendung

in hoher Dosierung kann zu Kopfschmerzen, Störungen der Herztätigkeiten und Unwohlsein führen. Nach 14 tägiger Anwendung sollte man eine Unterbrechung von mindestens 1 Woche vornehmen um die weitere Wirkung aufrecht zu erhalten. In dieser Zeit kann z.B. Hopfen angewendet werden. In einigen Kräuterbüchern wird auch eine Art Sucht auf Baldrian beschrieben. Daher ist bei der Anwendung Vorsicht geboten.

Auch führt Baldrian, über längere Zeit angewendet, zu Depressionen.

 

 

 

 

2 % Valepotriate, 0,4 – 0,6 % ätherische Öle mit Verbindungen des Borneols, Sesquiterpene ( Valerensäure, Valerenal ), geringste Mengen Alkaloide

 

 

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

Tinktur : 1 Teil Wurzeln in 5 Teilen  70% igem  Alkohol 8- 10  Tage ansetzen und dann abseihen. 

 

 

 

Beim vertreiben unerwünschter Geister konnte Baldrian anstelle von Friedhofsstaub genommen werden. Soll Teufel, Hexen und böse Geister vertreiben.

Kneipp vergleicht die Wirkung der Pflanze mit der der Raute

Aus alten Kräuterbüchern : Baldrian mit Süßholz, Rosinen und Anis gesotten und davon getrunken, benimmt das Keuchen und den Husten.

Im Mittelalter war Baldrian bereits gut bekannt. Baldrian galt als eines der wichtigsten Mittel zur Bekämpfung der Pest.

 

Baldrian ist ein natürliches Mittel gegen Hexen, Teufel und unreine Geister aller Art: "Baldrian, Dost und Dill - kann die Hex nicht wie sie will".
Baldrian am Himmelfahrtstag gesammelt und über die Tür gehängt, schützt vor Zauberei. Kränze aus Baldrian über der Tür gehängt mußten beim Öffnen der Türe  normalerweise in Bewegung geraten, taten sie dies wider Erwarten nicht, so war klar, daß eine Hexe eingetreten war.

Wenn sich die Milch nicht buttern läßt - ein Streich, den die Hexe gern der Bäuerin spielt - muß die Milch durch einen Kranz von Baldrian gegossen werden.
Brautleute tragen Baldrianblüten bei sich, weil die Elfen leicht auf sie neidisch werden kann, denn wenn zwei Menschen den Bund fürs Leben schließen, erregen sie dadurch leicht Neid und Mißgunst bestimmter Geister - hier der Elfen.

Aus Mecklenburg überliefert ist folgender Spruch den man beim Ausgraben der Wurzel singen muß um die Kraft des Baldrian zu steigern: 

Balderjan!
Most upestan! Most hengan!
Most helpen allen Menschenkindern.
Und allen Nawersrindern.



Baldrian
blühendes BaldriankrautBaldrianpflanze