Beifuß
( Artemisia vulgaris )
Familie der Korbblütler
Stabkraut, Gänsekraut, Besenkraut, Himmelsuhr, St. Johanneskraut , Buckel, Geißkraut, Geißbart, Himmelskuh, wilder Wermut, gemeiner Beifuss. Sonnwendgürtel, Jungfernkraut, Beipes, Bibot, Biwes, Bibs, Biefes, Bifaut, Bifoot, Wibaut, Buck, Flegenkraut, Sonnwendgürtel, Himmelskehr, Magert, Müggerk, Muggerk, Mugwurz, Schoßmalten, Weiberkraut, Wisch, Männerkrieg, Machtwurz, Mutter aller Kräuter, Kraut der Venus
Juni - September
August
Wurzel, Kraut
Aufrecht stehende Stängel in der Farbe braunrot, mit blassgelben
Blüten. Zu finden auf Ödland, in Ufernähe, auf Lichtungen und Schuttplätzen.
Die Beifußwurzel wirkt krampflösend, schweißtreibend. Epilepsie, dauerndes Erbrechen, Koliken, Durchfall. Man kann die Wurzel entweder als Tee oder auch das Pulver der Wurzel messerspitzenweise verwenden. Der Tee wird angewendet bei : Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit. Reinigt die Leber.
Der Tee hilft gegen nervöse Verstimmungen, Schwindel, Mundgeruch und Schlaflosigkeit.
Beimüden Beinen und Füßen hilft ein Beifußfußbad. Eskimos in Alaska verwenden die frischen Blätter für Umschläge bei Hauterkrankungen.
Ein Aufguss der Blätter wird als Umschlag gegen Bronchitis verwendet.
keine bekannt, allerdings nicht in der Schwangerschaft verwenden
ätherischeÖle mit Zinneol und Thujon, Bitterstoffe, Gerbstoff
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Als Badezusatz und Tee wirkt Beifuß besonders günstig auf das prämenstruelle Syndrom..
Beifuß– Tonikum ( Kräftigung von Verdauungsorganen und Magen )
500 ml Wasser
1 kleine Zimtrinde
1 kleines Stück frische Ingwerwurzel
2 Essl. Frische Beifußblätter
Wasser aufkochen, Ingwerwurzel und Zimt ins Wasser geben und 15 Minuten kochen lassen, den Topf nicht abdecken. Dann die Flüssigkeit abseihen und mit dem entstandenem Absud die Beifußblätter überbrühen. 20 Minuten ziehen lassen. Nach Geschmack mit Honig süßen. Dosiert wird 3 x täglich 1 Essl. Zwischen den Mahlzeiten.
In Tibet werden größere Büschel der Pflanze verräuchert um die Konzentration bei der Meditation zu stärken.
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Soll Reisende vor Müdigkeit, Sonnenstich wilden Tieren und bösen Geistern schützen. Beifußkissen sollen zu lebhaften prophetischen Träumen führen und den Kontakt mit der Astralwelt vereinfachen.
Wird beim Wahrsagen mit der Glaskugel als Räuchermittel verwendet und kann auch für Waschungen von magischen Spiegeln und Kristallkugeln verwendet werden.
Vor 60 – 70 000 Jahren verwendeten die Neandertaler auf dem Gebiet des heutigen Irak die Pflanze als Beigabe bei Bestattungen.
In der Mystischen Anwendung wird die Pflanze immer wieder als Schutzpflanze genannt, gehört zu den wichtigsten Heil – und Zauberpflanzen und ist der Göttin Artemis geweiht.
Die Druiden der Kelten warfen die Pflanze ins Mittsommernachtsfeuer um Böses und böse Einflüsse zu vernichten.
In Norwegen wurde die aromatische Pflanze in die Gebetsbücher eingebunden um ein Einschlafen der Gemeindemitglieder in der Kirche zu verhindern.
Wermut in die Schuhe gelegt soll gegen Müdigkeit schützen.
In der älteren Medizin zur Behandlung von Frauenkrankheiten genutzt.
Mönche im Mittelalter beschrieben die Pflanze so : " Artemisia ist ein Kraut, das ist uns allen ungeheuer"
Der lateinische Name leitet sich von der Göttin Artemis, der Beschützerin der Gebärenden, ab. Das Kraut findet Anwendung bei Frauenleiden aller Art. So hilft es, auf den Nabel gelegt, bei Kindsnöten, doch soll man das Kraut wieder abnehmen sobald das Kind geboren ist da es sonst großen Schaden bringt.
Im Zauberwesen hat der Beifuß aber noch ganz andere Kräfte. Er treibt, im Haus aufbewahrt, den Teufel in die Flucht. Beifußwurzeln über der Eingangstür schützen das Haus vor Feuer und Dämonen.
Beifuß ist ein Abwehrzauber gegen das Nestelknüpfen (das einem ein bestimmtes Verhalten aufzwingen will) und verjagt alle Geister, die Eheleuten schaden wollen.
Behexte Milch oder verschrieene Eier werden durch einen Schlag mit dem Beifußstengel entzaubert.
Beifuß hat eine besondere Bedeutung als eines der sogenannten Johanneskräuter. Darunter versteht man bestimmte Kräuter, die am Tag der Mittsommersonnenwende (ca. 24. Juni) - die heidnische Feier wurde von der Kirche zum Johannisfest verchristlicht - in voller Blüte stehen, z.B. Arnika oder Hartheu (das echte Johanniskraut). Nicht wenige Pflanzen werden erst dadurch heil- und zauberkräftig, daß man sie am Johannistag in der Mittagsstunde pflückt.
Am Vorabend der Sommersonnenwende lodern nach altem, in ganz Europa verbreitetem Brauch überall die Sonnwendfeuer empor. An diesem Tag gürtet man sich mit Kränzen aus Beifuß (und Eisenkraut), den Sonnwendgürtel und wirft diese schließlich ins Feuer. Damit hat man dem Feuer alle im kommenden Jahr möglichen Krankheitenübertragen und sich selbst gesund gemacht.
In der Mystik ist die Pflanze beliebt für Liebes- und Fruchtbarkeitszauber.
Im Schrank hilft Beifuß gegen Motten.
Bekannt auch die Verwendung bei Gänse – oder Entenbraten

