Benediktenwurz
( Geum urbanum )
Familie der Rosengewächse
Benediktenkraut, Hasenauge, Heil aller Welt, Igelkraut, Märzwurzel, Nägleinkraut,
Juni - Juli
Die Wurzel im Frühjahr und Herbst, das blühende Kraut
Die Wurzel und das blühende Kraut
wird bis zu 65 cm hoch mit gefiederten Blättern, die Wurzel ist bis zu 7 cm dick und geringelt, der Wurzelstock riecht stark nach Nelken.
Die Pflanze ist häufig an der Nordseiten von Mauern und Gebäuden zu finden.
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Die pulverisierte Wurzel wird angewendet bei : Durchfall, Ruhr, Verdauungsschwäche, Leberleiden, Galleleiden, Wechselfieber, Brustbeschwerden.
Hier ein Dosierung von 2-4 X tägl.
2- 4 g. empfohlen. Außerdem wird die Wurzel als zusammenziehend, anregend und nervenstärkend beschrieben. Als Gurgelmittel festigt sie lockeres Zahnfleisch, zu Blutungen neigendes Zahnfleisch, beseitigt übelriechenden Atem,bei Erschöpfung nach schweren Krankheiten, bei Rachitis, Skrofulose, sofern diese mit Darmstörungen verbunden sind.
Galt als Ersatz für Chinarinde.
Spülungen und Waschungen bei offenen Beinen. Wunden und Geschwüre können mit dem Absud gewaschen werden und es können Umschläge gemacht werden.
nicht bekannt. Allerdings sollte man die Dosierung nicht überschreiten.
ätherischeÖl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Glycosid Gein
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Nelkenwurzwein : 70 g. zerkleinerte Wurzeln werden in ½ Liter gutem Wein angesetzt,von dem hin und wieder ein Likörglas voll genommen werden kann.
Nelkenwurztee : 30 g Wurzeln und 300g Wasser werden einige Minuten gekocht.Dosierung : Esslöffelweise
Nelkenwurztinktur : Gehirn-, Magen-, Herzstärkend !!!
250 g. Wurzel werden in 1 Liter 68% igem Weingeist angesetzt.
14 Tage bei 20°C stehen lassen, abfiltern.
Dosierung : Erw : alle 3 Stunden 20 Tropfen , Kinder : 10Tropfen /5 Stunden.
Tinktur anwenden bei : Durchfällen, Erbrechen, chronischen Katarrhen der Bronchien, Wechselfieber. Bei allgemeiner Infektionsgefahr.
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Erstmals wurde die Pflanze um das Jahr 1200 von Hildegard von Bingen genannt und beschrieben.
Der Pflanze wurde nicht nur Heilkraft sondern auch Zauberkraft zugeschrieben.
Die Kräuterbücher im 16. und 17. Jahrhundert empfahlen die Pflanze gegen die unterschiedlichsten Erkrankungen, insbesondere alle inneren und äußerlichen Verletzungen, gegen Epilepsie, Weißfluß und Syphillis, ausserdem soll sie Pflanze den Magen, das Herz und die Geschlechtsorgane stärken.
Als Zusatz im Bier verhindert die Pflanze ein Sauerwerden und verleiht einen angenehmen Geschmack.