Berberitze

( Berberis vulgaris )

 

Familie der Sauerdorngewächse

 

 

Sauerdorn, Erbisch, Essigdorn, Bersich, Saurach, Essigbeere, Beißbeere, Zizerl,

Weinschädling, Sperberbeere, Weinnäglein

 

 

                           

Mai - Juni

                         

Sommer und Herbst

:                

Wurzeln und Beeren

                                             

Innere gelbe Rinde


 

    

      

ein 2 -3 Meter hoch werdender Strauch , gebogene schlanke

Zweige, der Strauch hat walzenförmige rote Beeren.


 

 

                           

Wurzel : verbessert den Kreislauf, wirkt anregend auf den Atemapparat, steigert die Gallenabsonderung , gegen Grieß und Steinleiden, bei Leberstauung , Gelbsucht, bei Stuhlträgheit. Man rechnet 30 g. der Wurzel auf 1 Liter Wasser.

Saft der Beeren : appetitanregend, bei Fieber, fiebrige Leiden, Lungenentzündung, Brustfellentzündung, Husten, Lungenkatarrh. Magenleiden.

Rinde : Bleichsucht, Gelbsucht, Leber-, Milzerkrankungen,

Nierenkrankheiten.

Es ist auch eine Verwendung des Saftes, nach der Weinlese gepresst, angegeben. Der Saft wird dann gegen Erkältungskrankheiten und Fieber gegeben ( Saftbereitung siehe schwarzer Holunder ).

 

 

                          

Der Aufguß der Rinde ergibt ein Mundwasser. Die gelbe Rinde des Stammes wird gepulvert für frische Wunden und Geschwüre, ausserdem Mundproblemen, empfohlen.

 

 

 

 

Darf nicht angewendet werden bei folgenden Krankheiten :

fieberhafte Nierenerkrankungen, Allergikern, Menschen, die nach einer Erkältung an Atemnot leiden. Blähungen etc.

 

 

3 % Alkaloide, Gerbstoffe, Harz, in den Früchten : Fruchtsäure, Askorbin, keine Alkaloide

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

Bei Leberbeschwerden nimmt man folgende Mischung : zu gleichen Teilen

Berberitze, Birkenblätter, Wacholder, Wermut und Schafgarbe.

Man kann auch eine Tinktur bereiten und gegen die genannten Leiden nehmen.

 

 

 

Über den Sauerdorn ist nur wenig zu finden, wahrscheinlich wurde er schon in der Antike verwendet, sichere Beschreibungen kommen aber erst im Mittelalter vor. Zur Behandlung von Magen-, Leber und Herzleiden und gegen Fieber.

 

Herstellung der Berberitzensirups :

Reife Berberitzenbeeren werden zerquetscht und an einem kühlem Ort einige Tage zum ziehen stehen gelassen. Dann seiht man ab.

Mischungsverhältnis ist 10 Teile Saft und 16 Teile Weißzucker ( normaler Haushaltszucker ),

aufkochen und nochmals durchseihen.

Dieser Sirup kann zum backen oder für Mixgetränke verwendet werden.


SauerdornSauerdorn