BittersüßBittersüßer, Nachtschatten 

( Solanum dulcamara )

 

Familie der Nachtschattengewächse

 

 

Hinschkraut, Je-länger-je-lieber, Mäuseholz, rote Hundsbeere, Bittersüßer Nachtschatten, Teufelsklatten, Zaunrebe, Alfranken, Alpranken, Alpschoß, Eierschalenbeere, Geschwulstkraut, Günstkraut, Hünschkraut, Hüntscheholz, Mausholz, Marentanken, Pissranken, Seidelbeere, Süßbitterholz, Teufelsklauen

 

 

  

Juni - August

Frühjahr

junge Schößlinge, Stängel und Blätter


 

Ein ausdauernder Halbstrauch, bis 3 Meter hoch. Spießförmige

Blätter, wenn man die Pflanze schneidet oder herauszieht entsteht ein widerlicher Mäusegeruch.


 

 

 

Es darf nur die hom. Verdünnung Anwendung finden !

Wird empfohlen als : harn-, stuhltreibendes Mittel ,

Gelbsucht, Fieber, Katarrhe der Luftwege, Keuchhusten,

Lungenleiden, Asthma, Gicht, Rheuma, Wassersucht,

Husten, auswurffördernd. Erkältung, harte Geschwüre

 

 

Verwendung nicht mehr üblich

 

 

 

Die gesamte Pflanze ist stark giftig und eine innerliche Anwendung sollte nicht erfolgen. Lebensgefahr !

Vergiftungserscheinungen sind zentrale Erregungserscheinungen, Erbrechen, später Zungenlähmung, Behinderung oder Ausfall des Sprachvermögens.

Vergiftungen sind vor allem bei Kindern möglich, die die Beeren durch Unkenntnis der Pflanze verzehren.

 

 

Steroidalkaloide ( Soladuzin, Soladulkamarin ), Saponine, Gerbstoffe, Pektine

 

 

 

Auf irgendeine Stelle des Körpers gelegt, soll Bittersüß die Gedanken an verflossene Liebesbeziehungen vertreiben und vor schlechten Einflüssen schützen.

Das Kraut wurde in die Wiegen gelegt um Säuglinge vor Zauberei zu schützen.

 

In Kräuterbüchern findet sich eine Dosierungsanleitung von 20g der geschnittenen Stengel pro Liter Wasser als Reinigungs – und Schweißmittel, vor allem bei Rheumatismus. Von dieser Anwendung sollte aber kein Gebrauch gemacht werden, die Gefahr ist einfach zu groß.

Kräuterbücher im 16. und 17. Jahrhundert empfahlen die Pflanze als zerteilendes, reinigendes, eröffnendes Mittel. Mit Essig und Honig vermischt wurde das Kraut gegen Krätze beim Menschen und beim Tier angewendet. 


bittersüßer Nachtschattenbittersüßer Nachtschatten