Erdrauch
( Fumaria officinalis )
Familie der Mohngewächse
Erdgalle, Erdrautenkraut, Feldraute, Finsterkraut, Grindkraut, Krätzenheilkraut,
Krätzenkerbelkraut, Krätzekraut, Taubenkopf, wildes Weinkraut, Ackerraute, gemeiner Erdrauch, Alpraute, Alprauch, Blutkraut, Erdraute, Feldraute, Fimstert, faule Gret, Grindkraut, Herdrauch, Katzenkerbel, Katzenklauen, Krätzheil, Lewkenkraut, Nonnenrö, Nonnenkraut, Taubenkerbel, Taubenkropf, wildes Weinkraut
Ab Mai, den ganzen Sommer,
Mai - August / September, später ohne dickere Stengel
das ganze Kraut
einästiger, graugrüner Stängel, etwa 30 cm hoch , mit einer purpurroten Blüte
Erdrauch wirkt imFrühjahr als Frühjahrkur ( 20 g pro Liter Wasser, 3 Tassen pro Tag trinken ), auflösend, stärkend, treibt schlechte Säfte aus dem Körper, gegen Krätze, Geschwüre, Ausschläge, Ekzeme. Hautentzündungen, Magen- und Leberproblemen. Wird bei Leberverhärtung mit Gelbsucht verwendet.Zu empfehlen auch bei :Melancholie, Wassersucht, Gicht, Leber- und Milzerkrankungen, bei Grind und Hautausschlägen, gegen Milchschorf der Kinder, Gelbsucht, Leber und Herzleiden, bei langwierigem Lungenkatarrh, bei Schwindsucht, bei chronischer Verschleimung, Hämorrhoiden. regt die Bildung von Magen- und Gallensäften an. Leicht abführend und harntreibend. Gegen Depressionen sollte der Tee kalt getrunken werden.
Als Dosierungsanleitung werden 1,5 g ( 1 Teel. ) genannt.
Der Saft mit Essig und Honig vermischt als Salbenersatz gegen Krätze und Hautprobleme. Allerdings soll der Körper vor der Anwendung auch innerlich gereinigt werden.
Man sollte den Tee nicht stärker machen als 2 g. auf eine Tasse machen. Nach 6 Tagen ist immer ein Unterbrechung der Behandlung die Regel. Auch sollte man die Tagesdosis über den Tag verteilen und immer nur schluckweise nehmen, damit schädliche Nebenwirkungen nicht auftreten.
Alkaloide ( Fumarin ), Bitterstoffe, Schleim, Harz und Flavonoide
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Erdrauch Tinktur :
Getrocknetes Kraut wird mit mit heißem Wasser angebrüht, einige Stunden ziehen lassen.
Anschließend wird die Flüssigkeit mit Zucker oder Honig dick eingekocht.
Von dieser Mischung sollen tägl. 3 g. eingenommen werden.
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Der Rauch glimmender Erdrauchblätter soll unerwünschte Geister vertreiben.
Eine große Rolle spielt die Pflanze auch im Liebeszauber.
Die Pflanze wird bereits bei Dioskurides erwähnt.