Faulbaum

( Rhamnus frangula )

 

Familie der Kreuzdorngewächse

 

 

Stinkstrauch, Teufelsbeere, Gichtholz, Hundsbeerstrauch, Pulverholz, Schweißbeere,

Zapfenholz, Faulholz, Alkirsche, Butterstielholz, Amselkirschbaum, Drosselkirschbaum, Gilbholz, Grindholz, Hundsbaum, Hundsbeere, Knitschelbeere, Kröten -, Läuse -, Mausbaum, Schießholz, Schwarzholz, Spörgelbeere, Stinkbaum

 

 

                           

Mai - Juni

                        

-/-

                

die Rinde

 


 

          

Standorte der Pflanze sind Gebüsche, Moore und bodensaure Wälder.

 


 

 

                           

Die Rinde muß vor Gebrauch mindestens 1 Jahr alt sein. Oder

kurzzeitig auf über 100°C erhitzt werden . Es empfiehlt sich,

fertige Rinde in der Apotheke zu kaufen.

Etwa 5 - 10 g. Rinde mit 1 Tasse Wasser übergießen und

abends kalt ansetzen, eine Nacht stehen lassen. Am folgen-

den Tag diese Mischung dann 2-3 Minuten kochen lassen.

hilft gegen : Darmträgheit, Leberstörungen, Verstopfung,

Völlegefühl und Hartleibigkeit, bei  Gallen-

leiden. Allerdings muß auch dieser Tee äußerst sparsam

angewendet werden.

 

 

                     

In Essig gekocht heil der Absud der Rinde Mundhöhlenbeschwerden

 

 

bei zu hoher Dosierung kann es zu Bauchschmerzen kommen,

auch zu Übelkeit. In der Schwangerschaft und der Stillzeit hat jede Anwendung zu unterbleiben. Bei der Anwendung als Abführmittel kann es bei längerem Gebrauch zu schwerer Verstopfung kommen.

Die gesammelte Rinde muß getrocknet werden und mindestens 1 - besser 2 - Jahre gelagert werden, oder im Backofen bei 100°C erhitzt werden. Geschieht die nicht kann es zu Brechreiz und Magen- Darmkoliken kommen.

 

 

Anthrazenglycoside, in der frischen Rinde liegen in der Form von reduzierten Glycosiden vor.

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

 

Teebereitung: 1 Teel. feingeschnittene Rinde pro Tasse Wasser.

 

 

 

In den Schriften des Mittelalters wird die Pflanze unter den Namen Frangula, Bourdena, Avornus genannt. Erste Erwähnung im Jahre 1305 durch den Italiener Petrus de Crescentiis als Abführmittel.

Die Pflanze wurde als Abführmittel für die ärmeren Bevölkerungsschichten genannt.

Den Name Pulverholz, den die Pflanze auch trägt, stammt von den Zweigen, die sich zu einer besonders guten Holzkohle für die Schießpulverhestellung verarbeiten ließen.


FaulbaumFaulbaumFaulbaum mit Darstellung der Rinde