Fenchel
( Foeniculum vulgare )
Familie der Schirmträger
Brotsamen, Fenikel, Fenis, Fenkel, Frauenfenkel, Bitterfenchel, Wilder Fenchel, Fenikl, Fenköl, Finchel, Frauenfenchel.
Juli - August
Nach der Reife ( September - Oktober )
die Samen
Die Pflanze wird 80 - 160 cm hoch , die Pflanze hat
Dunkelrote Blätter, kleine goldgelbe Blüte
Ein Tee aus gestoßenen Fenchelsamen ist angezeigt bei :
Unregelmäßigkeiten des Verdauungsapparates, Husten, Verschleimung, Erkältung, bei allen Problemen der Atemwege zu empfehlen. Keuchhusten, Koliken, leichtes Beruhigungsmittel, bei Kopfschmerzen die von
Verdauungsstörungen kommen, bei Leber- und Gallenleiden, Grippe und Koliken.
Der Tee aus den Fenchelsamen reinigt Blut, Leber, Milz und Galle. Fenchel ist ein hervorragendes Mittel zur Anregung der Milchbildung bei stillenden Frauen
Wird genannt als Mittel gegen Verlassenheit, innerer Unruhe, mangelndem Selbstbewußtsein, innerer Schwäche.
Fenchelabkochungen werden bei Kinderkrankheiten angewendet hier : Krämpfe, Husten, Blähungen. Fencheltinktur ist anwendbar als schleimlösendes,
appetitanregendes Mittel.
Die Wurzel in Wein kochen und diesen getrunken gegen Krampfleiden, Wassersucht.
Eignet sich, nach wirklich sorgfältigem Filtern, auch für Anwendungen an den Augen. Allerdings sollte hier lieber auf Fertigpräparate zurückgegriffen werden.
Beischwärenden Brüsten kann man Auflagen mit in Wein weichgekochtem Fenchel machen.
keine bekannt
4%ätherisches Öl ( besteht zu 50 – 70 % aus Trans-anethol und etwas
Fenchon ), Methychavikol, Anisaldehyd, Terpenkohlenwasserstoffe, fettes Öl, Proteine, Flavonoide, Zucker, Schleim.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Die Dosierung sollte mit 1 Eßl. für Erwachsene und 1 Teel. für Kinder angesetzt werden.
Fenchelhonig : Mischung aus Fenchelsirup und Bienenhonig . Das Mischungsverhältnis 1 : 1 , man kann auch noch Fenchelöl zufügen.
Fenchelsirup : 50 g. zerquetschte Fenchelsamen werden mit 25 g. Weingeist angesetzt und mit ¼ Liter Wasser übergossen. Diese Mischung 24 Stunden bei Zimmertemperatur ansetzen. Anschließend abgießen und auspressen. Aus 200 g. der Lösung und 300 g. Zucker wird dann der Sirup gekocht.
( erhitzen bis zum Lösen des Zuckers )
Teebereitung : 2 -3 Teel. der zerstoßenen Samen auf 1/2 Liter kochendes Wasser.
![]()
Fenchel und Johanniskraut werden zur Mittsommernacht über die Türen gehängt um böse Geister zu vertreiben. Wer Fenchel bei sich hat, kann andere Menschen dazu bringen, ihm zu vertrauen.
Wahrscheinlich stammt die Pflanze aus dem Mittelmeerraum. Bereits Dioskurides beschrieb die Pflanze sehr ausführlich, er nannte sie Marathon.
Plinius beschrieb die Pflanze in seinem Heilmittelbuch als besonders gut für Augenschäden geeignet.
Die Römer brachte die Pflanze über die Alpen und führten sie im europäischem Raum ein. Der römische Name Foenicolum wurde in der ersten Zeit übernommen. 816 n- Chr. war die Pflanze bereits im St. Gallener Klosterplan verzeichnet.
Aufgeführt in der „Physika“ der Hildegard von Bingen.
Im 16 Jahrhundert war die Pflanze bereits in vielen Gärten zu finden und weit verbreitet. Danach nahem die Pflanze auch ihren Weg als Würzmittel für Backwaren.