Frauenmantel

( Alchimilla vulgaris )

 

Familie der Rosengewächse

 

 

Hütchen, Aschnitz, Helft, Löwenfuß, Sinau, Wundwurz, Taubecher, Taukraut,

Jungfernmantel, Sinäuglein, gemeiner Frauenmantel, Marienmantel, Eisenkraut, Unserer lieben Frauen Mantel, Gänsefuß, Gänselgrün, Helft, Herrgottsmäntelchen, Johannisblume, Löwenfuß, Löwentapp, Löwentritt, Mantelkraut, Marienkraut, Milchkraut, Muttergottesmäntelchen, Neuneck, Ohmkraut, Parasol, Regendächle, Schatthütlikraut, Silberkraut, Sinnau, Sintau, Sonnenblätter, Taublatt, Tauschüsseli, Taumantel.

 

 

                            

Mai bis Juli

                        

im Sommer

                 

das blühende Kraut, die Wurzel

 


 

         

Das grünlich blühende Kraut wird 15 - 30 cm hoch, wächst an schattigen Waldplätzen aber auch auf Wiesen und an Feldern.

 


 

 

                          

1 kl. Tasse Wasser und 1 Eßl. fein zerschnittenes Kraut wird

aufgebrüht und verwendet bei : Durchfall und Magenkatarrh,

( tägl. 2 Tassen ) . Menstruationsstörungen, Weißfluß,

Unterleibsbeschwerden und Unbehagen in den Wechseljahren, Blutarmut. Neigung zu Fehlgeburten, Erschlaffung des Unterleibes, in der Pubertät - beim Mädchen, Frauenkrankheiten, Gebärmuttervorfall, Unterleibsentzündungen,

Fieber, Brand, Eiterungen, bei schwerem Herzmuskelschaden, bei schweren Muskelerkrankungen , ein Versuch ist auch angezeigt bei Multipler Sklerose, Schwächliche Kinder. Muskel- und Gliederschwäche, Wundfieber, eitrigen

Wunden, vernachlässigten Geschwüren, der Saft gegen Fallsucht.

Als Zusatz in Teemischungen gegen Übergewicht.

Dosierung wird angegeben mit 60 g pro Liter Wasser.

 

 

                             

Verwendung als Wundmittel, als Pulver, Salbe, Umschlag

 

 

 keine bekannt

 

 

Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl

 

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

 

Teebereitung : 1 Teel. pro Tasse.

 

Badezusatz : 250 g getrocknetes Kraut, im Kaltansatz, über Nacht stehen lassen, aufkochen und dem Badewasser beigeben.

 

Kräuterauflage : Das Kraut mit dem Nudelholz quetschen und auflegen, mit einem Tuch oder einer Binde fixieren.

 

 

 

Die in Hoch – und Mittelgebirgslagen vorkommende Pflanze wird erstmals im Jahre 1485 als Heilmittel erwähnt. Damals war der Frauenmantel eines der wirkungsvollsten Mittel gegen Wunden und als Auflage für Knochenbrüche verbreitet. Er wurde auch zu Behandlung von Weißfluß und Epilepsie empfohlen.

Die Alchimisten im Mittelalter nutzten den Tautropfen, der sich morgens in den Blätterkelchen sammelte, als Heilmittel und versuchten mit seiner Hilfe Gold herzustellen, er sollte auch helfen, den Stein der weisen zu finden.


 

blühendes FrauenmantelkrautFrauenmantelkraut