Gundermann, Gundelrebe
( Glechoma hederacea )
Familie der Lippenblütlergewächse
Soldatenpetersilie, Donnerrebe, Stinkender Absatz, Guck-durch-den-Zaun, Erdefeu,
Gewitterblume, stinkiger Abbatz, Blauhuder, Buldermann, Goierke, Grundrebli, Gundelrieme, Gunelreif, Gutermann, Hälroff, Heilrauf, Heilreif, Huder, Huderich, Huderk, Hundläuft, Joierke, Kiek dörn Tun, Rüderk, Underam, Udram, Udrang, Zickelskräutchen
April - Juni
In den Sommermonaten
die Blätter / die Blüten
eine rankende Pflanze , mit bläulichen Blüten, die Pflanze
ist bis 40 cm hoch.
Die Pflanze hat einen guten Einfluß auf den gesamten
Störungen, die durch zu wenig Magensäure entstanden sind,
Der Saft der Pflanze soll nach Rajus durch die Nase gesogen werden und so auch das heftigste Kopfweh beheben. Besonders gute Wirkung gegen Schnupfen und Erkältung.
Der Aufguß soll mit 15 g pro Liter bereitet werden.
Es werden Auflagen empfohlen bei : Geschwüren , auch für
Waschungen. Die pulverisierte Pflanze als Streupulver auf Wunden und Flechten, Geschwüre und Fisteln. Der Tee gegen Mundfäule und Mundprobleme zum spülen und gurgeln.
nicht bekannt
etwasätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Beiverschleimten Gehörkanälen kann man eine Spülung anwenden.
MitKalmus vermischt ergibt Gundermann einen Tee gegen Magenschwäche.
Blüten mit Ehrenpreis, Schafgarbe und Huflattichergibt einen wirkungsvollen Brusttee.
Ein Bad in Gundelrebenwasser hilft bei Gicht, Stein- und Grießleiden. Hierzu gibt man einige Hände der Pflanze in eine Schüssel und übergießt mit kochendem Wasser , einige Zeitstehen lassen und dem Badewasser beimischen.
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Das Kraut gepulvert und in Wein getan und diesen dann getrunken soll helfen wider die Schwindsucht, vor allem, wenn sich bereits Eiter in der Brust befindet.
Als Heilmittel war der Gundermann in der Antike noch nicht bekannt, bei den germanischen Stämmen war aber schon eine Verwendung als Arznei – und Zauberpflanze zu finden.
Hildegard von Bingen beschrieb den Gundermann als Heilpflanze.
In den Kräuterbüchern des 16 . und 17. Jahrhunderts empfahlen ihn die Kräuterkundigen du Ärzte gegen die unterschiedlichsten Erkrankungen z.B. als Mittel gegen Durchfall, Ruhr, Fisteln, Grind, Geschwüre, gegen Würmer, Halsentzündungen, Taubheit und Ohrensausen.
Gundermann soll helfen, Hexen zu erkennen.