Hagebutte
( Rosa canina )
Familie der Rosengewächse
Hundsrose, Heckenrose, Hetschepetschen, Buttelrose, Buttlenstrauch, Dornröschen, Frauenrose, Häglidorn, Hagbuttenstrauch, Hagenbutte, Hagenbutze, Hagrose, Hainbutten, Hambutten, Heideröslein, Hiefalter, Hiefen, Hiffen, Hundsdorn, Egeltieren, Jenpkerdorn, Judendorn, Kippendorn, Lausbusch, Mariendorn, Rosendorn, Weichhagen, Weicheldorn, Weichdorn, Wipken.
Juni
Juni und Herbst
Blüten und Früchte ( Hagebutten )
ein Strauch, der häufig in Parkanlagen zu finden ist.
Der Tee aus Kernen und unausgekernten Früchten : ( ½ Liter Milch, 75 g Kerne oder Hagebutten werden 45 Minuten gekocht und mit Honig gesüßt ) bei : Nieren- und
Steinleiden als heilendes und schmerzlinderndes Mittel. Tee aus Hagebuttenschalen sind ein guter Vitamin C Lieferant und geeignet als Mittel in Infektions- und Grippezeiten, Tee aus Blättern hat eine zusammenziehende Wirkung. Die Kerne ( ½ Stunde gekocht ) sind ein gutes Mittel bei Wassersucht, Rheuma, Gicht und Ischias, reinigende und
Der Absud der Blütenblätter wirkt gegen Magenkrämpfe.
Als Dosierungsanweisung werden 5 g ( 1 geh. Esslöffel ) genannt.
uninteressant
keine bekannt
Fruchtsäuren, Vitamin C, Pektine, wenig Gerbstoffe, Zucker, rote und gelbe Farbstoffe, etwasätherische Öle.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Teebereitung : Man nimmt 2 - 3 Eßl. getrocknete, kernfreie Früchte pro 1/2 Liter Wasser.
1 - 2 Eßl. der zerstoßenen Kerne werden auf ¼ Liter Wasser genommen. (Schmerzstillung etc. )
Tinktur : 1 Handvoll Früchte auf ¾ Liter Branntwein. Diese Mischung läßt man 14 Tage in der Wärme stehen und seiht dann ab.
Sirup aus den Blütenblättern erhält man, wenn man Blütenblätter mit dem doppelten Gewicht Zucker auffüllt, mit heißem Wasser aufgießt und unter rühren auf eine kleine Menge reduziert. Die Flüssigkeit abseihen und mit Honig mischen.
![]()
Die Rose ist eine Pflanze der Liebe
Hagrose, Heckenrose, Hundsrose und Essigrose sind nur einige der Bezeichnungen für die bis zu vier Meter hohen Sträucher am Wegesrand, die uns im Frühsommer mit ihren weißrosa Blüten und im Herbst
mit den scharlachroten, zwei bis drei Zentimeter langen Hagebutten erfreuen.
Viele Märchen und Legenden erzählen von Geschehnissen rund um Rosenbüsche und ihr dichtes Dornengestrüpp (Dornröschen, Die Schöne und das Biest, ...) Man sagt, daß Rosen an Stellen wachsen, an denen einst ein heiliger Hain, eine Opfer- oder Grabstätte war. Verwendet werden die Rosenblüten und -blätter, sowie die reifen Hagebutten.
Im Volksbrauchtum zeigt sich ihr Schutzcharakter: für jedes Tier im Stall wird ein Rosenzweig ans Stallfenster genagelt - das soll das Vieh vor Krankheit und anderem Schaden bewahren.
Auch im Liebeszauber wird die Rose gern verwendet: Ein Reif mit durchbohrten und wie Perlen aufgezogenen Hagebutten kann begehrenswert machen, wenn man ihn am Hals oder um den Knöchel
trägt. Rosenwasser wird als Aphrodisiakum verwendet; man besprengt die Bettücher damit bzw. mischt es ins heiße Badewasser. Rosenknospen in Rot werden beim Heranziehen von leidenschaftlicher Liebe (Knospen in Rosa oder Weiß für romantische bzw. treue Liebe) eingesetzt.
Rosenknospen und -blütenblätter werden aber auch zur Steigerung der medialen Kraft verwendet (vor allem als Tee), und um Gesundheit, Schutz und Glück herbeizuzaubern.
Die Hagebutten enthalten sehr viel Vitamin C, sowie das Provitamin A und sind ein ausgezeichnetes Stärkungsmittel für schwächliche Kinder, stillende Mütter und Rekonvaleszenten.
Hagebuttenkerne wirken harntreibend und werden bei Blasen- und Nierensteinen, bei Wassersucht und als Blutreinigungsmittel empfohlen.
Geschichtlich belegt wird die Pflanze seit dem frühem Mittelalter genutzt. Vor allem aus den Hagebutten wurde das Mus gegen Leber – und Lungenleiden, zur Blutreinigung, gegen Nasenbluten, Nierensteine, Durchfälle, Ruhr, Erbrechen, verdorbenen Magen, Blutspeien und übermäßige Monatsblutung genutzt.
Die von der Rosengallwespe gestochenen und veränderten Früchte wurden als„Schlafäpfel“ kleinen Kindern zum einschlafen unter das Kopfkissen gelegt.