Hanf( Cannabis )
( Cannabis sativa )
Familie der Maulbeergewächse
echter Hanf, Kulturhanf, Hemp, Harf, Femmel, Fimmel, Fime, Fimme, Bast, Bästling, Güstehemp. Geilhemp, Hempinne, Henne, Semmelhanf, Trigel, Hahn, Hennig, Mäsch, Saathemp, Samenhanf, Sämer.
Gesetzeslage:
Laut Gesetzesbeschluß vom 8. Februar 2000 kann eine Ausnahmegenehmigung bei bestimmten Erkrankungen, z. B. Aids, beantragt werden, ansonsten sind die Bestimmungen im Betäubungsmittelgesetz nachzulesen.
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Blätter und Samen
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Die Samen werden bei geschwächten Personen als leichtes Abführmittel verwendet, z.B. ältere Personen und Personen, die unter Blutarmut leiden. Zu diesem Zweck werden ca. 30 g der Samen pro Liter kochendes Wasser verwendet. Ziehen lassen. Von dieser Mischung gibt man dem Kranken 3 mal täglich 170 ml zu trinken. Die Blätter können verwendet werden um Chemotherapeutische Schäden abzuschwächen. Gegen Schmerzen beim Wasserlassen und Menstruationsstörungen kann die Pflanze auch verwendet werden. Außerdem ist der Rauch der Blätter als Beruhigungsmittelbekannt.
Weiter sind erfolgreiche Anwendungen bei : Asthma, erhöhtem
Augeninnendruck ( Glaukom ), Krampfneigung, Epilepsie, schwere Übelkeit und Brechreiz. Auch sollen die Nebenscheinungen und Krankheitszustände von AIDS erheblich gemildert werden und sich wieder Appetit und Gewichtszunahme einstellen.
Der Samen wurde früher mit Wasser angesetzt, so entstand die sogenannte Hanfsamenmilch, diese Milch wurde gegen Harnschmerzen angewendet.
Der eingedickte Saft des Krautes ( eingedickt durch Wärme oder kochen ) hat annähernd die Eigenschaften des Opiums.
Ein Tinktur aus den Hanfblüten für heilsamen Umschläge auf Wunden, besonders an den Augen. Dämpfe von Hanfabsud wirken von außen gegen Harnbrennen.
Die Pflanze sollte niemals ohne ärztlichen Rat oder ohne ärztliche Kontrolle angewendet werden. Auch die Verwendung als Rauschmittel sollte unterbleiben. Der Stoff der bei der Verwendung der Pflanze als Rauschmittel wirkt, ist das Tetrahydrocannabinol ( THC ), ausgelöst werden Halluzinationen und erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit ( Tastsinn, Gefühl, Geruch ) und auch das eintretende Glücksgefühl sollte nicht der Grund der Einnahme sein. Personen, die unter psychischen Störungen leiden, sollten auf Cannabis in jedem Fall verzichten, da es zu unkontrollierbaren Zuständen kommen kann. Es sollte ein wirklich logischer Grund vorliegen um sich für die Einnahme dieser Pflanze zu entscheiden.
Tetrahydrokannabinole,ätherisches Öl, Flavonoide, Pektin, Pflanzensäuren
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Wird verwendet um die psychischen Zentren zu öffnen. Um eine Vision des Zukünftigen.
Die Geschichte der Pflanze als Begleiter des Menschen geht bis weit in die Zeit des Altertums zurück. Sie fand bereits im Papyrus Ebers Erwähnung und wurde von den Assyrern im 7. und 8. Jahrhundert v.Chr. als Räuchermittel verwendet. Es ist auch die Nutzung als Rauschmittel durch die Skythen am Kaspischen Meer bekannt, dies wurde von Herodot im 5. Jahrhundert V. Chr. schriftlich niedergelegt.
Galen beschrieb die Pflanze als Genussmittel.
Die Einfuhr nach Eurpa muss etwa im 17. Jahrhundert geschehen sein.
Aufnahme in die Heilkunde fand die Pflanze erst im 19. Jahrhundert als Beruhigungs-, Schlaf-, Schmerzmittel.
Dieübertriebene Verwendung der Pflanze als Rauschmittel führte zu kompletten Verbot von Anwendung und Anbau.

Unter Haschisch versteht man das, aus der weiblichen Hanfpflanze, gewonnene Harz. Dieses enthält bis zu 8 % Tetrahydrokannabinole, diese erzeugen die Rauschwirkung.
In wie weit die Pflanze eine Sucht auslöst, lässt sich durch die vielen unterschiedlichen Beschreibungen nicht genau nachvollziehen, hier sollte man zumindest skeptisch sein.
Die anregende Wirkung tritt, in der Regel, bereits nach wenigen Minuten ein, kann aber auch in ängstliche, gereizte oder aggressive Verstimmung umschlagen. Höhere Dosierungen können Wahnvorstellungen, Nachlassen des Gedächtnisses, Fehleinschätzung der Zeit und Störung des Denkvermögens auslösen.
Die körperlichen Reaktionen auf den Genuß der Pflanze können sich in Augenrötung, Harndrang, Trockenheit im Mund zeigen. Höhere Dosierungen erzeugen Übelkeit, Erbrechen,
Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen.
Die missbräuchliche Daueranwendung führt zu Persönlichkeitsveränderungen, Antriebsschwäche, Leistungsabfall, Vernachlässigung der persönlichen Hygiene. Aufgrund der gesundheitlichen und gesellschaftlichen Gefahren ist die Nutzung als Rauschmittel in vielen Ländern streng untersagt.