Holunder,schwarzer
( Sambucus nigra )
Familie der Geißblattgewächse
Flieder, Holder, Holler, Altholder, Bachholder, Schiebekenstrauch, Alhorn,
Juni - Juli
in der Blütezeit, Herbst
Blüten, reife Früchte, untere hellgrüne Bastrinde,
ein Strauch oder Baum, bis 7 Meter hoch. Aussehen bekannt.
Die Blüten bei : Erkältungskrankheiten, als schweißtreibendes Mittel, Fieber, Grippe, Bronchitis, Husten, beginnender Lungenentzündung, in der Infektionszeit, gegen plötzlich auftretende Hautausschläge
Beeren : als Holundersaft bei Erkältungskrankheiten und Fieber, Ischias und Neuralgien. (Holunderwein bei Darmkoliken, Blutreinigung, Kreislaufstörungen),Nervenentzündungen und Kreislaufstörungen, getrocknete Beeren wirken stopfend.
Bastrinde : gegen schlechte Magensäfte ( diese allerdings
nur in ganz kleinen Mengen anwenden !! )
Wurzeln : als unterstützendes Mittel bei Behandlung gg. Übergewicht.
Blätter : Blut - und Hautreinigend, hilft gegen Wassersucht
und Rheuma, leicht abführende Wirkung.
Für den Blütentee nimmt man 20 – 50 g pro Liter Wasser.
Gegen Hautunreinheiten wird der Saft aus den frischen Blättern aufgetragen.
Holunderbeeren sind im rohen Zustand giftig, man muß sie vor der Verwendung immer aufkochen. Die Wurzeln sollen nicht angewendet werden.
bis 0,2 % ätherisches Öl mit hohem Fettsäureanteil, bis 1,8 % Flavonoide – viel Rutosid, Pflanzensäuren, Triterpensäuren, Schleimstoffe und Gerbsäure.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Mit einem Absud von Blättern und Zweigen lassen sich Maulwürfe und Schädlinge aus dem Garten entfernet, einfach die Maulwurfshügel mit diesem Sud durchweichen.
Wenn der Tee schweißtreibend sein soll, muß er möglichst heiß getrunken werden. Der Blütentee kann mit 3 Eßl. Blüten auf eine Tasse Wasser angesetzt werden.
Teebereitung : Blättertee : Man nimmt 2 Eßl. auf eine 1/2 Liter Wasser, kalt ansetzen und aufkochen. Nicht mehr als 2 -3 Tassen / Tag. Rinde / Wurzel : Siehe Blättertee, allerdings darf der Tee nur schluckweisegenommen werden und dann auch nur 2 Tassen pro Tag.
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Panflöten werden auch heute noch aus Holunderholz hergestellt.
Der Sage nach soll eine Baumnymphe, die Holundermutter, im Holunderbusch wohnen und jeden verwünschen, der ihn fällt. Wer in der Mittsommernacht unter einem Holunderbusch schläft, wird den Elfenkönig mit seinem Gefolge vorbeiziehen sehen.
Zum Segnen von Orten, Gegenständen oder Personen streut man Holunderblüten, Blätter oder Beeren darüber.
Im früheren Jahrhunderten durfte der Holunderbusch an keinem Bauernhause fehlen. wenn er mutwillig beschädigt wurde, galt das als persönliche Beleidigung.
Geschichtlich ist über den Holunder auch vieles bekannt, frühgeschichtliche Funde aus der Bronzezeit zeigen, das die Pflanze bereits Anwendung fand. Sehr frühzeitlich wurde die Pflanze auch schon medizinisch genutzt.
Die antiken Schriftsteller beschreiben den Holunder als abführend und harntreibend, als Mittel gegen Wassersucht, Erkältungen, Schlangenbisse, Entzündungen, Geschwülste.
In den medizinischen Schriften des Mittelalters wurde er bereits sehr ausführlich besprochen.
Geschichtliche lässt sich erkennen, das der Holunderbusch der Göttin Holler geweiht ist, diese ist aus Märchen und Geschichten als "Frau Holle" bekannt. Der Name Holle leitet sich wohl von der alten germanischen Totengöttin Hel ab.
Der Holunder
Die Blüten sind schweißtreibend, hilft bei Grippe, Schnupfen, Bronchitis, Lungenentzündung.
Schwitztee: 2 Teelöffel Holunderblüten für 1 Tasse, 5 min. ziehen lassen
Im warmen Bett dick zugedeckt einige Tassen heißen Tee trinken, dann den heißen,
schwitzenden Körper mit eiskalten Wasser abwaschen und wieder zudecken.
Tee hilft auch bei Kopf-, Zahnschmerzen. Bei Ohrenschmerzen ein Leinensäckchen mit Blüten gefüllt überbrühen und ausdrücken. Säckchen auf das Ohr legen.
Hier noch ein Rezept für Holundersekt der unter anderem bei Ritualen Verwendung findet:
20 große Holunderdolden, 1 1/4 kg Zucker, 1/4 Liter guter Weinessig, 3 ungespritzte Zitronen, 15 Liter Wasser. Blüten abzupfen, in Glasballon füllen. Zitrone (mit Schale) klein schneiden und Essig dazugeben. Zucker in Wasser auflösen und in Ballon füllen. Tagsüber in die pralle Sonne stellen, nachts zudecken. Nach 4 Tagen Sekt abseihen und in Flaschen füllen und mindestens 6 Wochen lagern. !! Achtung, starker Druck !!