Isländisches Moos
( Cetraria islandica )
Familie der Strauchflechten ( Parmeliaecea )
Isländische Schuppenflechte, Lungenmoos, Purgiermoos, Tartschenflechte, Rispal,
Fiebermoos, Heideflechte,
April - Oktober
April - Oktober
die Flechten
Eine Flechte, die in Hoch- und Mittelgebirgen in Nord-, Mittel-, Osteuropa , sowie Nordamerika anzutreffen ist. Die Pflanze wird 5 – 10 cm hoch.
Gesammelt wurde / wird in den Thüringer, Schlesier und Harzer Gebirgen.
Die Flechte wirkt : hustenreizmildernd, bei Reizungen von
Magen- und Darm, regt die Magensaftbildung an, bei
Verdauungsbeschwerden, unterstützendes Mittel bei Lungenleiden, zur Förderung der Muttermilchbildung, als Stärkungsmittel, bei chronischer Abmagerung, bei Verschleimung der feinen Lungenverästelungen, bei einer Schwäche des Muskel- und Gefäßsystems, bei Keuchhusten, Bronchitis,
Husten und Heiserkeit. Katarrhe der Luftwege. Magen - und Darmentzündungen, gegen Schwächezustände, bei Appetitlosigkeit. Gegen anhaltende Katarrhe.
bei schlecht heilenden Wunden. Bei Zahnfleischentzündungen und Mandelentzündungen zum gurgeln und spülen
Isländisches Moos sollte nicht bei Personen angewendet werden, die
vollblütig und kräftig sind, wenn Entzündungen im Körper vorliegen ( Lungenentzündung ) , da in diesem Fall Husten und Fieber verstärkt werden können.
etwa 50 % wasserlösliche Polysacharide ( Schleimstoffe ),bitter schmeckende
Flechtensäuren
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Für Tee verwendet man 10 - 30 g im Aufguß
Als Moosgallerte : 1 Teil Moos und 23 Teile Wasser, eindicken und mit Kandiszucker süßen.
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Die Pflanze wurde in den nordischen Ländern in früheren Zeiten als Nahrungsmittel verwendet. Die getrocknete Flechte wurde als Beigabe zur Suppe, zum Brot, im Gebäck gegeben.
In Mitteleuropa ist die Art selten zu finden und wird daher auch nicht sehr häufig genannt. Den Durchbruch als Heilmittel machte Carl von Linne´ ( 1707 – 1778 ) möglich, der die Pflanze empfahl.