Johanniskraut
( Hypericum perforatum )
Familie der Johanniskrautgewächse
Hexenkraut, unser Frau Bettstroh, Waldhopf, wilder Magram, Färberkraut, Frauen-
gliester, Unserer Lieben Frau Gras, Sonnwendkraut, Blutkraut, Löcherkraut, Jägerteufel, Johannisblut, Tüpfelhartheu, Tüpfeljohanniskraut, Jägerteufel, Jesuswundenkraut, Blutkraut, Johannisblut. Alfblut, Elfenblut, St. Johannisblut, Mannskraft, Teufelsflucht, wild Gartheil.
In Mexiko : Tonalitztli,
In Frankreich : Mille-pertuis,
In arabischen Gebieten : Dadhi,
In der Türkei : Mayasil otu
Juli - August
während der Blüte
Blüten und Blätter
Eine Pflanze aus der Familie der Teegewächse, mit einer gelben
Doldentraubenblüte.Der Ursprung der Pflanze liegt in Europa, Westasien, Nordafrika, Sibirien. Zu finden an Wald - und Wegrändern, an Feldern, Bahndämme und Eichenwälder
1 Eßl. im Aufguß wird empfohlen bei : Magendrücken und Verschleimung, bei Bettnässen, ein guter Tee bei Nervosität und Nervenschwäche, bei Trigeminusneuralgie, Neurosen, Nervenleiden, unruhiger Schlaf, Nachtwandeln, Unregelmäßigkeiten der monatlichen Periode, Drüsenschwellungen, gutes Nervenmittel, wirkt positiv auf die Leber, mit Schafgarbe vermischt (1:1) ergibt einen guten Aufguß gegen Lungen- , Nieren-, Blasenkrankheiten. Keuchhusten. Bei Durchfallerkrankungen, Gallenstörungen, bei katarrhischen Magen- und Darmerkrankungen- wenn sie mit Gasbildung und Sodbrennen einhergehen, Anämie, Stoffwechselkrankheiten, Wurmmittel, bei Kopfschmerzen und Migräne. Nervöse Unruhe und Erschöpfung.
Nach K. DANIEL reagieren Gemütskranke und Personen, die an Gemütsverstimmungen bei Arterienverkalkung der Gehirngefäße leiden, Personen nach einem Nervenzusammenbruch, mit Depressionen, nach Gehirnerschütterung besonders gut auf Johanniskraut. Bei krampfartigen Periodenbeschwerden, während der Wechseljahre, gegen geistige und seelische Erschöpfungszustände.
Gegen Bettnässen kann man vor dem zu Bett gehen eine kleine Tasse von dem Tee trinken.
Das gepulverte Kraut mit Salz vermischt soll gegen Seitenstechen angewendet werden können.
Es wird eine Dosierung von 30 g des Krautes auf 1 Liter Wasser genannt.
DasÖl bei : Verrenkungen, Zerrungen, Schwellungen, Gicht, Hexenschuß, Rheuma, leichten Verbrennungen. Auch Drüsenschwellungen, Wunden, Verletzungen, rauherGesichtshaut, Blutergüsse. Bei Sportverletzungen. Als Mittel gegen schwer heilende Wunden.
Die Blätter uns Samen können zerquetscht und auf Brandwunden aufgelegt werden.
Als Einreibemittel und für Auflagen bei schwer heilenden Wunden und zur günstigen Beeinflussung von Tumoren kann man auch das Öl verwenden. Ferner auch bei Erkrankungen, bei denen die Nervenendenbetroffen sind. Auf den Bauch aufgerieben hilft das Öl auch gegen Durchfall.
DasÖl eignet sich auch hervorragend für Körpermassagen.
Breipackung bei : Krampfadern, leichten Verbrennungen, Entzündungen, Neuralgien und Rheuma.
Indianerstämme verwenden die Pflanze als antiseptisches Mittel zur Wundbehandlung, gegen Wundstarrkrampf, Epilepsie und spastische Lähmungen.
Teebereitung : 2 Eßl. frisches oder getrocknetes Kraut aus 1/2 Liter Wasser.
Bei empfindlichen , hellhäutigen Personen kann es ,durch Sonnen-
licht , zu Hautreaktionen kommen. Diese äußern sich in sonnenbrandartigen Entzündungen der Hautpartien. Es sollte in der Anwendungszeit auch keine Höhensonne oder ähnliches verwendet werden.
Anwendungen mit Öl oder Breipackungen bei Tumoren dürfen nur unter größten Vorsichtsmassnahmen durchgeführt werden, das heißt : Nicht reiben, nicht massieren und auch keine zu große Hitze oder Kälte anwenden !
Das Kraut befreit auch nicht von der Pflicht sofort zum Arzt zu gehen, wenn ein Krankheitsbild einen Tumor vermuten lässt.
Hyperizin ( rot fluoreszierender Farbstoff ), etwas ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Hyperforin
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
Johanniskrautöl : 250 g. zerquetschte Blüten werden in 1 Liter Oliven- oder Sonnenblumenöl gegeben, alles wird in eine Weißglasflasche gegeben und solange in der Sonne stehen gelassen, bis das Öl eine leuchtend rote Farbe angenommen hat. Dann abseihen und in ein dunkle Flasche geben.
Tinktur : eine Flasche mit Johanniskrautblüten füllen und mit 40 % igem Korn ansetzen.
VomÖl nimmt man bei Magen- und Darmkatarrh 3-4 x tägl. 30 - 40 Tropfen.
Zur Kur nimmt man 1-2 x tägl. 1 Eßl desÖles
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In den unterschiedlichsten Ländern und Heilkundebüchern wird dieses Kraut genannt, immer mit der gleichen wertvollen Einschätzung. Es ist sogar heute noch üblich, vor dem pflücken der Pflanze ein kurzes Gebet zu sprechen und die Pflanze erst dann, mit der linken Hand, zu pflücken.
Allein der Geruch des Kraute reicht aus um böse Geister zu verjagen. Man kann damit die unguten Kräfte vom Hause fernhalten.
Genannt wird Johanniskraut schon auf den babylonischen Tontafeln.
Wird zu Beschwörungsritualen gegen dämonische Kräfte verwendet.
Das Kraut soll die Kraft der Sommersonnenwende in sich tragen, was allerdings von den christlichen Religionen bestritten wird.
Soll vor Gespenstern und Unwettern schützen.
Ein norwegischer Brauch im Mittelalter verlangte, das einem jungen Mädchen in der Mittsommernacht ein Bund Johanniskraut unter das Kissen gelegt wurde, dieser sollte ermöglichen, das das Mädchen im Traum ihren zukünftigen Liebhaber sehen soll.
Als Pflanze im sogenanntem Kräuterwisch soll die Pflanze, zur Wintersonnenwende oder im Winter verbrannt, den Kontakt zu höheren Wesen ermöglichen.
Die Pflanze besaß im Mittelalter große Bedeutung als Heilmittel, es wurde gegen die unterschiedlichsten Krankheiten eingesetzt.
Auch Sonnwendkraut genannt, gehört in den Kreis der Johanniskräuter die am 24. Juni in voller Blüte stehen und über besondere Heil- und Abwehrkräfte verfügen. Voraussetzung ist, man sammelt sie wenn der Morgentau noch auf den Blättern ruht, denn auch dieser Johannistau gilt schon als heilkräftig. Die Germanen schmückten zum Fest der Sommersonnenwende Altäre, Gottesbilder und Opfertiere mit Johanniskraut. Den roten Saft der Pflanze sieht man als Alfblut (Elfenblut) an mit dem man Wunder vollbringen kann.
Das Sonnwendkraut ist - wie kaum ein anderes Kraut - ein starkes Abwehrmittel gegen den Teufel und andere bösen Geister, Hexen und Dämonen.
Johanniskraut läßt Schätze finden, wenn man es als Amulett am Hals trägt, und Schatzgräber haben nur Erfolg, wenn sie es bei sich haben, weil dadurch die Dämonen, welche die Schätze bewachen, in die Flucht geschlagen werden.
Er wirkt auch zauberlösend bei angezauberter Liebe, gegen die man sonst machtlos ist. Hierzu muß man ein Bad aus Johanniskraut, Löwenmaul, Dost und goldenem Widerton nehmen.

