Kalmus
( Acorus calamus )
Familie der Aronstabgewächse
Magenwurz, Brustwurz, Ackerwurz, deutscher Zittwer, Gewürzkalmus, echter
Kalmus, Karmsen, Karmeswurzel, Ackermann, Ackermannswurzel, Kalmuswürze, Ackerwurz, Bajonettstangen, Sabels, Brustwurz, Magenwurz.
In Amerika : Sweet flag
Juni - Juli
März und Oktober
die Wurzel
Eine in Europa eingebürgerte Pflanze, die hauptsächlich in Feuchtgebieten
zu finden ist. Die Heimat der Kalmuswurzel ist Asien. Der Wurzelstock sollte im Herbst oder im Frühjahr gesammelt werden.
Der aus der Wurzel bereitete Tee wirkt :
zur Stärkung der Nerven und des Magens, scheidet
Schlacken uns Ablagerungen aus, treibt Gase aus und regt
die Verdauung an, gegen allgemeine Schwäche der Verdauungsorgane, gegen Übelkeit, Sodbrennen, gegen Appetitlosigkeit - bedingt durch Streß und Anspannung und Überarbeitung, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Milz, Zwölffingerdarmgeschwüre, blutige Durchfälle, Kolikanfälle, Nierenschäden, Stoffwechsel- und Darmträgheit, Evtl. auch krebsartige Tumor in Lunge und Darm, Drüsenerkrankungen und Gicht, bei Magen- und Darmstörungen, beruhigend bei Herzklopfen, sehr stark harntreibend. Bei Mund- und Gurgelwässern als desinfizierender und deodorierender Zusatz.
Gegen Ruhr wird folgendes Rezept empfohlen : 60g Kalmus, 4g Koriander und 2g schwarzer Pfeffer werden in ½ Liter Wasser gekocht. Die Mischung wird dann auf 1/3 eingekocht und man gibt dem Kranken 4 – 30 g, die Dosierung sollte auf die Konstitution des Kranken abgestimmt werden.
Abkochungen dienen als Zusatz in Bädern :
bei Knochenerkrankungen mit entzündlichem oder skrofulösem Charakter, die Bäder werden auch für rachitische Kinder empfohlen, auch verwendet als Zusatz bei schlecht durchbluteten Händen und Füßen sowie Frostbeulen.
Zur Nachbehandlung von Hauterkrankungen.
Es können auch Einreibungen mit Kalmus - Öl gemacht werden.
Aus Kalmus hergestellte Salbe wird gegen Kopfschmerzen und rheumatische Schmerzen verwendet.
Als Badezusatz bei Schlaflosigkeit, wirkt günstig aus das
vegetative Nervensystem. Unterstützt alle aufgeführten Erkrankungen.
In der Forschung ist an Tieren eine Krebserregenden Wirkung
beobachtet worden, diese ist aber bei der üblichen Dosierung nicht zu befürchten.
Darf nicht bei Durchfall angewendet werden.
Viele Pflanzen aus der Familie der Aronstabgewächse sind stark giftig, daher sollte man sich beim sammeln unbedingt auskennen.
bis 6 % ätherische Öle mit Asaron als Hauptbestandteil, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Schleim.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Zusammen mit Wermut ( 2 : 1 ) morgens und abends eingenommen , zur Blutaufbesserung.
Dosierungsanleitung : ½ Teel. der gepulverten Droge auf 1 Tasse Wasser.
Kalmussirup ( gegen Verdauungsschwäche )
1 El getrocknete Wurzel, grob gepulvert
1 Tl. Anis oder Fenchel
1 kleine Zimtrinde
500 ml Wasser
75ml Honig
Wasser, Wurzel, Fenchel und Zimt über Nacht in kaltem Wasser ansetzen und am folgendem Tage aufkochen. Auf die Halbe Menge einkochen lassen. Abseihen und abgekühlt mit dem Honig vermischen.
Im Himalayagebiet wird die Pflanze verräuchert um die Konzentration bei Meditationen zu verstärken. Der Pflanze werden auch viele vitalitätsfördernde Kräfte zugesprochen.
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Die Irokesen spüren mit Hilfe der Pflanze Hexen auf. Viele Indianerstämme benutzen die Pflanze, um Böses fernzuhalten.
Der Träger einer Wurzel ist vor Bösem geschützt.
Ursprünglich stammt die Pflanze aus Indien und wurde im 16. Jahrhundert auch nach Europa eingeführt. Zu dieser Zeit wurde sie gegen Vergiftungen, Magenbeschwerden, Leberbeschwerden, Zittern und Kopfschmerzen verwendet.
