Lavendel

( Lavendula spica )

 

Familie der Lippenblütler

 

Spiker, Balsam, Fanda, Hirnkraut, Nervenkräutlein, Schwindelkraut, Zitterblümchen,

echter Lavendel, Lawendel, Lavander, Fander, Fanderli, Flander, Flanderli,

 

 

                            

Juli - August

                          

September

                   

Blüten und Blätter

 


 

          

eine Pflanze mit bläulichen Blüten, duftet sehr aromatisch und sehr angenehm.


 

 

 

     

                        

Lavendeltee kann man anwenden bei .

Augen- und Ohrenleiden, soll bei und nach einem Schlaganfall helfen ( nicht erwiesen ), befreit vom Zittern der Glieder, beruhigend, Lavendelöl wirkt : bei Verdauungsbeschwerden, hat eine starke keimtötende Wirkung, beseitigt Verdauungsstörungen , die durch Keime im Darm verursacht worden sind. Mildes Beruhigungsmittel, bei nervösen Magen- und Darmstörungen, fördernder Effekt auf die Galleabsonderung, bei Migräne, nervöser Erregung, Blutandrang zum Kopf, Schwindel. Krampflösend, blähungstreibend, harntreibend. Gegen Übelkeit und Erbrechen

Wegen seiner antiseptischen Wirkung wird Lavendel gerne in Heilsalben verwendet. 

Weiter genannt sind Anwendungsmöglichkeiten gegen Schwermut und Depressionen und bei allen extremen Gemütszuständen wie z.B. starker Trauer.

 

Essig aus Lavendelblüten und Rosenblüten ist ein gutes Einreibemittel gegen Kopfschmerzen.

 

 

                 

            

Lavendelöl wirkt als Einreibemittel bei :

( auch gemischt mit Wacholder- oder Terpentinöl ) Rheumatismus, Gliederschmerzen.

Lavendel ist ein beliebter Zusatz für Fußbäder und wird auch gegen Zahnschmerzen eingesetzt, hilft auch bei Verstauchungen  und kann gegen Hysterie und Lähmungserscheinungen eingesetzt werden.

 

Lavendel in Branntwein eingelegt sind ein gutes einreibemittel gegen schmerzende Glieder.

 

 

 

Bei empfindlichen Personen kann es während der Anwendung zu Kopfschmerzen kommen.

 

 

3 % ätherisches Öl ( Lavendelöl ), Zineol und Kampfer, Gerbstoffe, Kumarinverbindungen, Flavonoide 

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

Weißwein mit Lavendelblüten vermischt und mit etwas Rosenessig versetzt, 14 Tage ziehen lassen, ist ein hervorragendes Mittel gegen Depressionen.

 

 

 

Lavendel kann als Duftstoff verräuchert werden.

 

Lavendel wird als Gabe für die Götter in die Mittsommerfeuer eingestreut.. Als Bestandteil von Liebestränken soll Lavendel Männer anziehen.

Lavendel im Haus bringt Frieden, Freude und Heilung.

Hildegard von Bingen führte bereits eine Pflanze Lavendula auf, die Nutzung der Pflanze geht aber mit Sicherheit noch weiter in der Geschichte zurück.

Wegen des aromatischen Duftes wurde die Pflanze bald zu einem Bestandteil der Bauerngärten. Sie wurde wirkungsvoll als Mottenpulver verwendet. Die Anwendung als Räuchermittel war auch sehr früh bekannt.  

Im Altem Glauben oder im keltischem, heidnischem Glauben wird der Rauch des Lavendels zum segnen von Kleinkindern verwendet.

 


LavendelLavendelblütenSpeicklavendel


 

Lavendula

Wider alle kalte gebresten des hirns und der Sennaden
als do ist der schwindel
gantze vnd halbe schlag
der fallend siechtag
die schlaffsucht, krampff, zittern
contract vnd läme

Sie erwärmen den blöden kalten magen
zerteylen die Winde.
Treiben den harn
der weiberzeit
das bürdle vnd erwermen die mutter.

Oeffnen die verstopffte Leber vnd miltz
benemen also die geelsucht
vnd anhebende wasserseuch.

Lavendel in wein gelegt
dieser in mund genommen
stillet den schmertz der zan
bringet die verlegene sprach widerumb.
Ist duch gutt
die lamen
kalten glieder damit gerieben.

anno 1563, Matthiolus