Lein

( Linum usitatissimum )

 

Familie der Leingewächse

 

 

Dreschlein, Flachs, Saatlein, Flachs, Haar, Flas, Flachshere, Glix, Klengel, Leinsaat, Stempenhaar,

Die Früchte heißen auch Flachsbollen

 

 

                           

Juni - Juli

                        

August

                  

die Samen


 

         

der aufrechte Stengel wird etwa 30 -60  cm hoch , bei der Reife ist der Samen hellbraun und glänzend.

 


 

 

 

 

                              

Eine sehr alte Heilpflanze, die schon den ältesten Völkern

bekannt war. Anwendung findet sie bei :

starkem Husten , Heiserkeit, bei Erkrankungen der

Harnwege, zusammen mit Leinöl wirkt er besonders gut bei

starker Verstopfung , Blasenkatarrh, Steinleiden, Blasenentzündung, frisches Leinöl gibt Linderung bei Mastdarmentzündungen, bei Harnröhrenentzündung gibt man Leinöl, gute Wirkungen auch bei Gallenblasenkoliken und Gallensteinleiden, der starke Ölgehalt fördert die Ausscheidung der Galle.

Der Schleim der Leinpflanze kann auch bei Hals- und Rachenentzündungen als Gurgelmittel verwendet werden.

 

Der Leinsamenschleim wird hergestellt durch die Mischung von 1 Teil Leinsamen und 50 Teilen Wasser.

Die Leinsamenabkochung wird aus 1 Teil Leinsamen und 25 Teilen Wasser.

 

 

                              

 

äußerlich als Breiauflage wirkt Lein : bei rheumatischen Beschwerden und bei Magengeschwüren, zum Erweichen von Furunkeln, bei Geschwülsten erweichend, der Absudauch als entleerendes Klistier, als Auflagen den Samen auch auf entzündete, vereiterte, verhärtete Brüste, mit Kalkwasser vermischt auch ein Mittel gegen leichte

Verbrennungen, schmerzlindernd bei leichten Verbrennungen. Bei Ekzemen und Schuppenflechte, sogar

bei Gürtelrose.

 

 

Lein sollte bei chronischen Prozessen nur auf ärztlichen Rat verwendet werden. Lein sollte in zerkleinerter Form nicht länger als 8 Tage aufbewahrt werden, da er sonst schnell ranzig wird. Während der Anwendung für ausreichend Flüssigkeit sorgen . Die Befürchtung einer Blausäurevergiftung durch eine Anwendung mit Lein ist unbegründet, etwaige Vorstufen der Blausäure werden bereits im Magen zerstört und damit unwirksam.

 

die Samenschale enthält bis 6 % Schleim,  in den Samen sind bis 45 % fettes Öl enthalten, Glyzeride, Eiweißstoffe und Phosphorverbindungen

 

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

Leinsamenschleim : 5 - 10 g Lein in 150 ml. kaltes Wasser geben und 20 -30 Minuten stehen lassen, bei gelegentlichem Umrühren, dann wird die Flüssigkeit abgegossen und etwas erwärmt.

Als Abführmittel :  2 - 3 x tägl. ca. 10 g. Leinsamen unzerkleinert mit viel Flüssigkeit einnehmen. Die Wirkung tritt nach 12 - 24 Stunden ein . ( auch 36 Stunden sind normal )

 

 

 

Aus einem altem Kräuterbuch : Leinsamen verräuchert und den aufsteigenden Rauch in die Nase gezogen hilft gegen Schnupfen. 

 

Lein wird seit Urzeiten durch den Menschen verwendet. Fundes aus der Jungsteinzeit belegen dies, die bäuerliche Bevölkerung verwendete Fasern der Pflanze und dasÖl.

Kräuterbücher aus dem 16. und 17. Jahrhundert beschreiben die unterschiedlichsten Verwendungen als Arzneipflanze.