Löwenzahn

( Taraxacum officinale )

 

Familie der Korbblütler

 

 

Augenwurz, Butterblume, Pfaffenröhrlein, Kuhblume, Kettenblume, Kettenstock,

Mönchsblattern, Mönchskopf, Mistfink, Laterne, Saublume, Pumperblümchen, Pusteblume, gemeiner Löwenzahn, Hundeblume, Bettseicher, Schmalzblümlein, Lichtli, Milchblume. Große Ankenblume, Eierbusch, Feldblume, geel Dickkopp, Habichtkraut, Hundszunge, Judenblume, Jungeblume, Kettenblume, Kettenröhrlein, Knaben -, Köst -, Krötenblume, Kuhbuschen, Laterne, Luchten, Lusblom, Märzenblume, geele Maienblume, Milchblume, Milchdistel, Milchrödel, Mistfinke, Mönchsblume, Mönchsplatte, Mönchskopf, Pardeblome, Pfaffenblume, Pompelblume, Popen -, Pud -, Pust -, Ringelblume, Ringelstock, Ringeze, Röhrlkraut, Rossblume, Säustock, Saublume, Saumelke, Saurüssel, Scheerkraut, Schmalzblume, Schweineblume, Schweinestöckl, Sommerdorn, Sonnenwurzel, wilde Wegluge, gelbe Wegwarte, Wihenschwanz, wilde Zigorie

In der Türkei : Kara hindibi otu

 

 

                             

Frühjahr - Herbst

                        

Frühjahr - Herbst

 

           

  

die Wurzel, aber nach belieben auch Blätter und Blüten. Die Pflanze ist auf der nördlichen Erdhalbkugel beheimatet, hat sich aber über die ganze Erde verteilt. Die bekannte Pflanze ist auf Wiesen, Weiden, Ackerflächen, Wegrändern und lichten Wäldern zu finden.

 


 

 

                        

 

     

Löwenzahn findet Verwendung bei : der Absud wird angesetzt mit 4 Eßl. auf  ½ Liter Wasser. Als vorzügliches Blutreinigungsmittel, bei Leberleiden, Gelbsucht, Verstopfung, wirkt schweißtreibend und kräftigend, bei Gicht, Rheuma, Appetitlosigkeit, Alterserscheinungen, Darmträgheit, Nierenerkrankungen, Hautekzemen, Krampfadern und Hämorrhoiden. Frisch gepreßter Saft ( Blätter u. Wurzel ) ist am wirkungsvollsten. Bei chronischer Leberentzündung, Hautjucken, Flechten, bei Gallenleiden, regt Leber-, Nieren- und Galletätigkeit an, Stoffwechselanregend, gegen Akne, Tee aus den getrockneten Blättern wirkt schleimlösend, reinigend, scheidet ungesunde Säfte aus und reinigt die Nieren ( je 1 Tasse morgens und abends ). Blutreinigend, bei Blutarmut, deutliche Wirkung auf die Galleproduktion, bei Störungen im Bereich der Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse. Bei Störungen des Galleabflusses. Eine positiveWirkung auf den Zellwechsel. Gute Erfolge kann man auch bei Fettsucht, Hautkrankheiten, Drüsenschwellungen. Bei Fieber, Schlaflosigkeit. Reinigt die Verdauungsorgane, kräftigende Wirkung. Nach dem essen getrunken unterstützt der Tee die Verdauungstätigkeit.

 

Ein altes Volksrezept gegen Herzbeschwerden stammt aus New Mexico :

Löwenzahnblüten werden in Wasser gekocht, bis sich die Farbe des Wassers in einen Gelbton verfärbt. Diesen Sud lässt man über Nacht stehen und nimmt täglich zum Frühstück einen Esslöffel davon ein.

 

 

                         

Maori kauen die Blätter zur Stärkung des Zahnschmelzes.

 

 

keine bekannt, allerdings kann es , bei empfindlichen Personen,

zu Hautentzündungen kommen, wenn sie mit dem Milchsaft der Pflanze in Berührung kommen. Der in allen Pflanzenteilen vorkommende Saft ist schwach giftig, was aber uninteressant für die Behandlung ist.

 

 

Bitterstoffe ( Tetrahydroridentin B und Taraxinverbindungen ), Triterpene, Sterole, Fruktose, Inulin, einen relativ hohen Anteil an Kaliumsalzen, die Vitamine C und B²

 

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

Löwenzahn ist sehr reich an Vitaminen und Eisen und daher auch ein hochwertiges Nahrungsmittel.

 

Teebereitung : 1 gehäufter Teel. der getrockneten Wurzel wird, über Nacht, angesetzt.

Am nächsten Tag wird bis zum kochen erhitzt, aufgekocht und abgeseiht.  

 

 

Löwenzahnwein :

1 Flasche guter, nicht zu trockener Weißwein

1 Handvoll zerkleinerter frischer Löwenzahnblüten und – blätter

1 eine kleine Handvoll Pfefferminzblätter

2 Essl. Zucker oder Honig

 

Alle Zutaten in eine Flasche geben und gut miteinander verschütteln. Mindestens 1 Woche ziehen lassen, dann abseihen. Regt die Nieren - und Lebertätigkeit an.     

 

 

 

Löwenzahn soll übersinnliche Wahrnehmungsfähigkeiten verstärken.

In der Vollmondnacht sollen sich Wünsche erfüllen, wenn man die Pusteblume pflückt, die heiligen Richtungen anruft und den Wunsch, mit der Fiedern der Pusteblume, in die Luft bläst.

Berits im Mittelalter wurden Leberleiden mit der Pflanze behandelt.

Ein Stück der Wurzel kann als Amulett getragen werden.

 

Friedrich der Große gebrauchte den Löwenzahn in der Brustwassersucht über längere Zeit und befand sich gut dabei.

Ob der Löwenzahn schon in der Antike verwendet worden ist, lässt sich nicht genau erforschen. Mittelalterliche Autoren nennen die Pflanze auch nicht. Die Pflanze wird erst i den Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts erwähnt, was aber nicht heiß, das er vorher nicht angewendet wurde, das Wissen über die Pflanze wird bei den Kräuterkundigen dieser Zeit gesammelt worden sein.

Die Anwendungsgebiete unterscheiden sich nicht von den oben angegebenen.

 

Aus einem Kräuterbuch

Rezept für einen guten Löwenzahnwein

Zu 4 Litern Löwenzahnblüten ( gedrückt gemessen ) , welche trocken und ausgezupft sind, gieß 4 Liter Wasser, tu die Schale von einer Zitronen und einer Orange hinein. Dann koche dies 20 Minuten, seihe es in ein Geschirr mit großer Öffnung. Tu 4 Pfund Zucker und die ausgekernte, abgeschälte, zerkleinerte Orange darein und laß es abkühlen, bis es lauwarm ist. Dann gieß eine halbe Kaffeetasse voll Hefe hinein und stell es an einen tauglichen Ort und lass es 4 – 5 Tage gären. Dann gieß es ab und fülle es in Flaschen und stelle sie in den Keller oder ins Dunkle. Die Flaschen müssen über dem Kork verschnürt werden, dass sie nicht aufknallen. Das Getränk ist kristallhell, schmeckt ausgezeichnet und ist so stark wie ein feiner Likör.  


 blühender LöwenzahnLöwenzahnpflanze