Lorbeer
( Laurus nobilis )
Familie der Lorbeergewächse
echter Lorbeer, Lorbaum
April und Mai
Beeren im Herbst
Blätter und Beeren
Bekanntes„Küchenkraut“
Die Beeren : Als Bittermittel gegen Wechselfieber und Koliken ( 0,5 – 1,5 g mehrmals pro Tag eingenommen ).
Eine aus den Blättern und Beeren hergestellte Salbe hilft gegen Juckreiz, Verstauchungen, Blutergüssen, Hautreizungen und rheumatischen Beschwerden. Bei Koliken oder Magenkrämpfen reibt man damit die Magengegend ein.
Diese Salbe ist in der Apotheke oder in Italien und Griechenland erhältlich, die Farbe sollte grün sein. Eine Breipackung gegen
Ein Tee aus Beeren und Blättern ( 2 Esslöffel auf eine Tasse Wasser, 45 Minuten ziehen lassen ), dem Badewasser beigegeben hilft bei Blasenbeschwerden, Verstopfung und gegen Beschwerden der weiblichen Fortpflanzungsorgane. Diesen Tee nicht trinken !!!
Gepulverte Beeren als Puder gegen Krätze.
Die grünen, gepulverten Blätter können mit Gerstenmehl und etwas Wasser vermischt werden und können dann gegen Insektensticheaufgetragen werden.
Gegen Ohrenschmerzen kann man den frischen Saft mit etwas altem Wein und Rosenöl mischen und sich diese Mischung in die Ohren träufeln.
Weitere Anwendungen und Rezepte :
Ein altes Weinrezept, Harntreibend ( Nicht trinken ! )
Nimm Lorbeeren 3g, Wacholderbeeren 15g, 3 Knoblauchknöpfe, zerstoße alles, tue dazu ein Handvoll Gerstenkleinen, gieß 1 Liter weißen Wein dazu und siede es bis es dick wird. Wie ein Pflaster streichs auf ein Tuch und legs warm über die Blase
Innerliche Dosierung nicht überschreiten, Lorbeer löst Brechreiz aus.
Lorbeerfrüchte enthalten bis 1 % ätherisches Öl, das ausgepresste Öl ist ein Gemisch aus fettem Öl und ätherischen Ölen. Die Blätter enthalten ätherisches Öl mit Zineol, Pflanzensäuren und Bitterstoffe.
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Schon bei den Priesterinnen von Delphi war Lorbeer in Gebrauch um prophetische Trancezustände hervorzurufen. Das Blatt des Lorbeers soll das Licht des Sommers in die dunkle Jahreszeit tragen. Um Krankheiten und Hexen abzuwehren kann man das Blatt des Lorbeers am Körper tragen.
Die Pflanze spielte bereits im Altertum eine große Rolle, besonders bekannt sind wohl die Lorbeerkränze der Römer.
Obwohl die Pflanze in Mittel- und Nordeuropa nicht gehalten werden kann ohne eine wärmereÜberwinterungsmöglichkeit zu geben, war sie bereits im Mittelalter eine begehrte Arzneipflanze. Kräuterbücher aus dieser Zeit beschreiben eine Wirkung gegen Gift und Pest und nennen Wespenstiche, Bienenstiche, Magenbeschwerden, Wassersucht als Anwendungsgebiete. Das Lorbeeröl findet Anwendung bei Flechten und Räuden der Haut, zur Würmer und Läusebekämpfung.