Meerzwiebel

( Scilla bifolia )

 

Familie der Liliengewächse

 

 

Sternhyazinthe, Zweiblättriger Blaustern

 

 

                          

März - April

                      

März bis April

                 

Zwiebel

 


         

Die Blüten sind kugelig, die Blüte ist himmel- bis dunkelblau.

 


 

 

             

 

               

Die Meerzwiebel kann als stark harntreibend genannt werden, sie kann bei Wassersucht angewendet werden sofern diese nicht mit Entzündungen, Fieber oder eitrigen Geschwüren verbunden sind !

In untern angegebener Verarbeitung ein Mittel gegen : Mundfäule, Halsgeschwüre, stärkt den Magen, treibt den Harn, kräftigt das Augenlicht, fördert Gehör und Verdauung, vertreibt den zähen Schleim aus der Brust.

Die Einzelgabe von 1.0 g für einen Erwachsenen sollte nicht überschritten werden, für Kinder wird eine Höchstgabe von 1/5 g genannt.

 

 

                         

uninteressant

 

 

 

Bei Geschwüren der Lunge darf die Droge niemals Anwendung

finden. Außerdem muß die Dosierung genau beachtet werden, da bei Überdosierung, Übelkeit, Durchfall und sogar Blutharnen auftreten.

Die frische Zwiebel darf auch nicht verwendet werden.

 

 

die weiße Art enthält etwa 15 verschiedene Herzglycoside, die rote Art als Hauptglycosid Szillirosid. Ferner Schleimstoffe, Polyfruktosane

 

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

 

Verwendung der Meerzwiebel : Man löst von der ganzen Meerzwiebel die äußere Rinde, dann wird ein fingerdicker Brotteig darübergezogen und im Ofen ausgebacken, anschliessend die Zwiebel mit einem Messer, welches nicht aus Metall sein darf, die Zwiebel zerschneiden und an der Luft trocknen lassen.

 

Nach diesen Vorbereitungen kann man nun den echten Meerzwiebelessig bereiten.

Meerzwiebel- Essig : Man nimmt 60 g. der Zwiebel und übergießt mit 250 g Weinessig, dieses läßt man 14 Tage in der Sonne stehen und gießt dann ab.

Anwendbar bei obengenannter Anwendung und Leber- und Milzverstopfung.

Dosierung : Morgens 1 Teel.

 

 

 

Bereits im Altertum wurde die Pflanze als Arzneimittel verwendet. Erwähnung findet die Pflanze im Papyrus Ebers, etwas 1500 v.Chr.

Plinius und Dioskurides erwähnten die Pflanze als Heilmittel gegen Wassersucht und Herzleiden.

Im 16. Jahrhundert war die Pflanze auch im mitteleuropäischem Raum bekannt.

 

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Pflanze auch immer wieder gegen Ratten und Mäuse verwendet. Für Nagetiere stellen die, in der Pflanze enthaltenen, Glycoside ein schweres Nervengift dar. Zuletzt wurde es im 2 Weltkrieg großflächig gegen Nagetiere eingesetzt – abgefüllt wurde es von Zwangsarbeitern.


 Meerzwiebel