Meisterwurz

( Imperatoria ostrutium )

 

Familie der Schirmträger

 

 

Astrenze, Bergwurzel, Horstrinze, Kaiserwurzel, Remmea, Sterndolde, Strenze,

Wurz aller Wurzen, Abkraut, Beizenkraut, Gerisch, Gerischwürz, Haarstranze, Ostranz, Ostritz, Onstrittz, Stränze

 

 

                          

Juli- August

                      

im Herbst oder im Frühjahr

                

die Wurzel

 


 

         

Eine Pflanze, die hauptsächlich auf Gebirgswiesen zu finden ist.

 


 

 

                            

Zeitgenössische Kräuterbücher empfehlen die Droge bei :

Schlagflüssen, Delirium tremens, chronischem Magen- und Bronchialkatarrh, Engbrüstigkeit, Gicht ,  Leibschmerzen, Epilepsie, Wassersucht, Zungenlähmeng und bösartigen Geschwüren. Nach Madaus : Meisterwurz ist harn- undschweißtreibend. Darum verwendet man sie bei zähem

Schleim, vorwiegend bei Magen- und Darmbeschwerden,die mit starker Schleimbildung und Stauungen verbundensind, sowie bei Bronchialkatarrh.

Bei Vergiftungen, Durchfall, Zirkulationsbeschwerden des Blutsystems.

Beseitigt Schnupfen und Katarrh, wenn man die Wurzel kaut und den Saft schluckt. Sie wirkt Schweißtreibend und verbessert das Blut. Sie entfernt Kalkablagerungen aus den Adern - dadurch kann sie Schlaganfall verhindern. Kann auch Lähmungen der vom Schlag getroffenen Glieder

beseitigen oder lindern. Bei einer Magenvergiftung durch verdorbenes Essen kann der Tee , möglichst warm getrunken, augenblicklich helfen.

 

Die Dosierung wird mit 15 – 30 g pro Liter Wasser angegeben.

 

 

                         

uninteressant

 

 

Bei empfindlichen Personen kann es, bei Berührung der blühenden

Pflanze zu Hautreizungen und Kontaktallergien kommen.

 

bis 1,4 % ätherisches Öl, ferner Kumarine und Bitterstoffe

 

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

 

Wenn man Meisterwurz in Schnaps ansetzt hat man ein gutes Mittel gegen :

hartnäckige Heiserkeit, Halsverschleimung und schwere Asthmabeschwerden.

 

 

Die Meisterwurz ist eine spezifisch deutsche Arzneipflanze, im Mittelalter war sie noch nicht bekannt.

Erste Anwendungen fanden im 16. Jahrhundert statt und die Anwendungsgebiete in dieser Zeit waren Pest und seuchenartige Erkrankungen.