Melisse, Zitronenmelisse
( Melissa officinalis )
Familie der Lippenblütler
Frauenkraut, Zitronenkraut, Limonikraut, Mutterkraut, Herbstkraut, Gartenmelisse, Biengras, Bienenkraut, Herzkraut, Honigblume, Immenblatt, Wanzenkraut
Juli - September
Kurz vor und während der Blüte
Blätter
Die Pflanze wird 50 - 100 cm hoch, in Gärten gezogene Pflanzen
haben einen Zitronengeruch.
Der Tee wird angewendet bei : schwachen, angegriffenen
Nerven, bei Nervenzucken, Hysterie, Melancholie, Hypochondrie, Ohnmachten, Erschöpfung,Überarbeitung, bei Magenkrämpfen, Verdauungsstörungen, Krampf- und Blähkoliken, bei nervösem Erbrechen, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmung, Nervenschwäche, Herzschwäche, nervösen Herzklopfen, galletreibende Wirkung, schmerzhafter Menstruation, Migräne. Auch ein Mittel für Bleichsüchtige, man kann den Tee als ”Allheilmittel ” ansehen, wenn man die Blätter 5 Minuten in Weißwein kocht.
Tee nimmt Herzbeklemmungen und Schwermut. Löst zähen Schleim und macht Schleimhäute geschmeidig. Bei Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft. Der Gebrauch des Krautes soll gute, leichte Träume bringen.
Die frisch zerquetschten Blätter werden aufgelegt bei :
Wunden, frischen Bienenstichen, Wespenstiche, - wirkt
schmerlindernd und kühlend. Zerquetschte Blätter können auf schmerzende Äugen aufgelegt werden. Bäder mit Melisse wirken beruhigend und aufbauend.
keine bekannt
0,2 % ätherische Öl, Bitterstoffe, Chlorogensäure, Kaffeesäure, Triterpene, Flavonoide.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Das von den barfüßigen Karmeliterinnen eingeführte Wasser :
Karmeliter- Geist : 150 Teile Spiritus, 250 Teile Wasser, 15 Teile Melisse, 12 Teile Zitonenschale, 6 Teile Muskatnuß, 3 Teile Zimtkassie ( Cinnamomum aromaticum ) als Destillat . Selbstzubereitung schwierig. Davon nehmen Erwachsene 3 X 20 Tropfen, Kinder die Hälfte.
Teebereitung : Man nimmt 2 Eßl. auf 1/2 Liter Wasser.
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Aus dem Kraut wird auch heute noch mit Muskatnuß, Zimt und Gewürznelken der Karmelitergeist hergestellt.
Im Mittelalter gelangte die Pflanze in die Klostergärten, um das 16. Jahrhundert zog die Pflanze in die Gärten der Bevölkerung ein.
Melissenöl war 1582 als Arzneitaxe der Stadt Frankfurt am Main eingeführt.
