Petersilie
( Petrosilium sativum )
Familie der Schirmträger
Peterchen, Peterlein, Peterling, Bittersilche, Silk, Kräutel, Sortenunterteilung in krause, glatte und Wurzelpetersilie.
Juni - Juli
Wurzeln im Frühjahr oder Herbst, das Kraut zur Blütezeit
blühendes Kraut und Wurzeln
bekannt
Die Petersilie ist zwar vielen als z.B. Suppen- oder Soßen-
Bestandteil bekannt, deswegen aber nicht uninteressant in der Volksheilkunde. Sie ist auch nicht unbedenklich einzusetzen, bei der Anwendung als Nierenmittel ist vorher unbedingt ärztlicher Rat einzuholen. Bei : Wassersucht, Blasenleiden, harntreibend und appetitanregend, schwach krampflösende Wirkung auf die Gebärmutter, erregende Wirkung auf die Gebärmutter, verursacht in höheren Dosen eine starke Durchblutung im kleinen Becken. Blähungstreibende Pflanze, bei beginnender Wassersucht in den Beine, der Brust- und der Bauchhöhle sowie des Herzbeutels. Gegen Grieß und Steinbildung, gegen Gelbsucht und Probleme mit den Nieren. Gegen Ödeme. Ein Sud aus den Samen kann gegen periodisch auftretendes Fieber eingesetzt werden.
Bei Blasenproblemen und Harnverhaltung schein es sinnvoll zu sein, Petersilie mit Süßholz zusammen anzuwenden
Als Auflagen bei : Ohren- und Zahnschmerzen.
Mit frischem Weißbrot zusammen verquetscht und als Auflagen gegen ermüdete Augen verwendet, soll schnell Abhilfe schaffen.
Dieübliche Tagesdosis besteht aus 2 kleinen Tassen. Ein Zuviel
wirkt sich schädigend auf Leber und Nieren aus, schädigt die Verdauungsorgane. Es treten hier Reizungen aus. Als Mittel zur Menstruationsförderung ist die Petersilie in jedem Fall abzulehnen, da sie schwere Schäden hervorrufen kann.
bis 0,5 % ätherisches Öl, Flavonoide, die Frucht bis 6 % ätherisches Öl.
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Wurde bei den alten Griechen für Begräbnisse und Grabschmuck verwendet.
Aus Kräuterbüchern : Petersilie treibt den Harn, Stein und der Frauen Zeit, eröffnet, dient gegen Gelb – und Wassersucht, treibt die Winde.
Im Altertum wurde die Pflanze hauptsächlich medizinisch angewendet. Die Römer brachten die Pflanze in den mitteleuropäischen Raum. Sie war in den mittelalterlichen Klostergärten zu finden. Im 15. Jahrhundert wurde erstmals das Petersilienöl durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Pflanze dann hauptsächlich als Küchenkraut verwendet. In der Naturheilkunde spielt die Petersilie heute nur noch eine untergeordnete Rolle.