Quendel,Feldthymian
( Thymus serpyllum )
Familie der Lippenblütler
Büchalmairon, niederer Kaspar, Chölm, Deimianche, Demutkraut, wild Eisbet, Feldkäm, Feldkömelkraut, Unser lieben Frauen Bettstroh, Gundelkraut, Gundling, Hühnerklee, Hühnerköl, Hühnerkraut, Hühnerpolei, Jungfernzucht, Kandelkraut, Karwendel, Kienle, Kienlen, wilder Köhm, Kost, Kostes, Kostez, Kudlkraut, Kückenkömel, Kulkraut, Kuttelkraut, Magaro, Marien Bettstroh, Mattenkölen, Quandel, wilder Rosmarin, wilde Simion, Steinbleie, Steinmaseron, Thymian, Thymiänchen, wilder Zimmet, Zimis
Juni - August
während der Blüte
das blühende Kraut
eine bis 20 cm hoch werdende Pflanze mit kleinen rosaroten
Blüten und angenehmem Geruch.
Der Tee wird angewendet bei :
Husten , Keuchhusten, Asthma ( 2 Tassen tägl. ). Bei Krämpfen im Unterleib, leichtem Magen- und Darmkatarrh, für Frauen vor und nach der Geburt.
Wirkt schmerzlindernd, reinigend und fördert den Auswurf. Wirkt verdauungsfördernd, antiseptisch bei Magen- und Darmerkrankungen, die krampflösende und desinfizierende Wirkung zeigt sich besonders in den Atmungsorganen- bis hin zur Lunge. Reiz- und Keuchhusten werdenspürbar gebessert. Leicht krampflindernd bei Magenbeschwerden. Als Gewürz in schwer verdaulichen Speisen. Dosierungsanweisung : 5 – 15 g pro Liter Wasser
Als Badezusatz bei : Rheumatismus, bei schlechtem Schlaf
und Nervenschwäche.
Quendelöl ( bereitet wie Kamillenöl oder Rezept auf dieserSeite.) wirkt zum einreiben bei :
Rheuma uns Ischias, rheumatischen Beschwerden und rheumatischen Schmerzen, Lähmungen, bei Kopfschmerzen zum einreiben der
Anwendung auch im beruhigendem Kräuterkissen.
Gegen Kopfschmerzen soll man Quendel in Essig einlegen ( über Nacht ) aufkochen und dies auf die Stirn legen.
keine bekannt
bis 0,6 % ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Teebereitung mit 1- 2 Eßl. pro 1/2 Liter kochendem Wasser.
Quendelöl : Man übergießt 10 -15 g. zerkleinertes Kraut mit 0,1 l . Rosenöl und 0,1 l gutem Essig. Diese Mischung läßt man 1 Woche in der Wärme ziehen. Dann erhitzt man bis zum Sieden und gießt ab.
Für ein Vollbad benötigt man 150 - 200 g. Quendel.
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Ein Thymianart wird bereits von Plinius und Dioskurides als Heilpflanze genannt, wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine verwandte Art. Zu dieser Zeit galt der Thymian als ein Mittel gegen Schlangen und Skorpione und war damit auch Bestandteil des Theriaks.
In Mitteleuropa wird die Pflanze von Hildegard von Bingen erstmals genannt..
In den Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts wird der Thymian gegen Wehenschmerzen nach der Geburt, als magenstärkendes, harntreibendes, schweißtreibendes Mittel genannt. Die Wirkung auf Lunge und Atmungsapparat wurde noch nicht besonders berücksichtigt.
Im Mittelalter galt die Pflanze auch als eines der stärksten Mittel zur Dämonenabwehr, mit dem Thymian verbanden sich viele abergläubische Vorstellungen. Thymian wurde für viele Volksbräuche benötigt.
