Räucherkräuter und Räucheranwendungen

Räucherkräuter und Räucheranwendungen sind dem Menschen seit der Beherrschbarkeit des Feuers bekannt. 

 

Gerade in diesem Kapitel liegt der Bereich der naturheilkindlichen und der der spirituellen und mystischen Anwendung dicht beieinander.

 

Das Feuer, das Element, das Räucherungen erst ermöglicht, wurde als Geschenk der Götter angesehen. Der aufsteigende, sichtbare Rauch wurde und wird benutzt, um den Göttern Nachrichten zukommen zu lassen und Danksagungen und Wünsche zu übermitteln. Im nordeuropäischem Raum begann das Wissen und die Anwendung von Räucherungen mit der Ansiedlung der Kelten, aus dieser Zeit haben sich einige Räucherbräuche bis in unserer Zeit erhalten. 

Räucherbräuche, die sich bin in unsere Zeit erhalten haben und in einigen Gebieten Deutschlands, der Schweiz und Österreichs noch erhalten haben sind z.B. :

Die 12 Rauhnächte ( Rauchnächte), die Zeit zwischen Weihnachten  und dem Dreikönigstag, oder aber zwischen dem Jul- und dem Perchtenfest genannt. 

Der Brauch schreibt vor, Häuser und Stallungen während dieser Zeit auszuräuchern. Grosse Eisenpfannen wurde aufgestellt,  mit Räucherkohle oder der Glut des Zunderschwammes belegt und die Räucherung mit stark reinigendem Räucherwerk wie Weihrauch, Wacholderzweigen und den 9 heiligen Kräutern befüllt. 

Hierbei handelt es sich um einen Schutz vor dem, in dieser Zeit zwischen den Jahren, herrschendem Chaos und der Orientierungslosigkeit.  

 

Räucherbräuche mit Heilwirkung :

Sie werden bereits in der Edda beschrieben, hier soll eine Mischung verschiedener Baumfrüchte den Frauen zur Fruchtbarkeit verhelfen. Genannt werden heilkräftige Räucherungen in den Schriften der hl.  Hildegard von Bingen und in vielen mittelalterlichen Kräuterbüchern.