Raute
( Ruta graveolens )
Familie der Rautengewächse
Gartenraute, Weinraute, Drögblatt, Krätzraute, Pfingstwurzel, Rute, Rue, Totenkräutel, Weinkraut, Wenerz, Winrue
Juli bis September
Mai und Juni
Das Kraut
Ein Strauch mit hellbraunem Stamm, die Zweige sind aufrecht. Die Blüten haben gelbe Kronblätter.
Die Raute gilt als eines der stärksten menstruationstreibenden Kräuter, allerdings ist von der innerlichen Anwendung abzuraten, da bei Überdosierung Todesfälle möglich sind. Kneipp empfahl dieses Kraut als Aufguß in kleinen Gaben gegen Blutandrang zu Kopf, Eingenommenheit des Kopfes, Schwindel, bei Atembeschwerden, Herzklopfen, Unterleibsbeschwerden, Unterleibskrämpfe, gegen Schwächen, Krämpfe und Hysterie
Die Raute ist eines der ältesten Auflagekräuter gegen verschlossene Wunden und Geschwüre. Auflagen des zerriebenen, frischen Krautes gegen schmerzende Gelenke. Aus einem altem Kräuterbuch : Wenn ein Glied erfroren ist, siede Rautenblätter in Baumöl und davon Umschläge machen.
die Berührung der frischen Pflanze kann bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen. Bei der Verwendung größerer Mengen kann es zu Lichtempfindlichkeit kommen. Die Anwendung sollte auf kleine Mengen beschränkt bleiben, da es sonst zu Reizungen in Magen-Darm-Bereich kommen kann.
ätherischesÖl, Alkaloide
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Die Raute war ein Bestandteil des sogenannten Pestessigs, auch Vierräuberessig.
In der antike wurde die Pflanze gegen viele unterschiedlicher Erkrankungen eingesetzt. Vom 16. – 18. Jahrhundert fehlte die Pflanze in fast keinem Garten.
Der Pflanze wurden die wundersamsten Heilerfolge zugeschrieben.