Rettich

( Raphanus sativus )

 

Familie der Kreuzblütengewächse

 

 

Radi, Winterrettich, schwarzer Rettich

 

 

                             

Mai bis Juli

                        

Herbst

                  

die Rettichwurzel


 

     

Der Stengel kann bis 1 Meter hoch werden, die Blüte zeigt sich

hellviolett oder weiß, der Geruch und Geschmack der Wurzel

ist scharf.

 


 

 

 

      

                    

Fein gerieben, mit Zitrone und Öl, wirkt er :

appetitanregend, bringt die Galle in Fluß, ist sogar gut bei katarrhischen Zuständen des Verdauungsapparates. Regt die Muskeln der Gallenwege an.

Rettichsaft ( Ein Rettich wird ausgehöhlt, mit Honig gefüllt und einige Zeit stehen gelassen ) wirkt bei : Husten, Keuchhusten, Heiserkeit, Brust-, Lungen-, Magen-, Darmverschleimung, der Saft ist ein schleimlösendes Mittel, reizlindernd, fördert den Gallenfluß und wirkt somit gegenSteine und Grieß, bei Gallensteinen, Leberleiden, Rheuma, soll ohne Salz gegessen werden.

 

 

                         

uninteressant

 

 

 

Darf nicht bei Magen- Darmentzündungen gegessen werden, da er

reizendes Senföl enthält.

 

 

Glukosinulate,ätherisches Öl, Vitamin C

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

 

Bei Leber- und Gallenleiden sollte man die Kur mindestens 4-5 Wochen anwenden. Man nimmt am ersten Tag 100 g. Rettichsaft steigert jeden Tag um 100 g Saft, bis auf 400 g Saft, diese Menge wird über den Tag verteilt getrunken.

 

 

Der schwarze Rettich gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. Schon die Griechen bauten, nach Theophrastos, verschiedene Retticharten an. Auch im St. Gallener Klosterplan ist der Rettich verzeichnet. Hildegard von Bingen beschrieb den Rettich und Albertus Magnus ( 1193 – 1280 ) führte sie in seinen Schriften auf. Im 16. Jahrhundert wird der Rettich in vielen, fast allen, Kräuterbüchern genannt. Aus dem Rettich wurden Mittel gegen Trunksucht, Trunkenheit, Masern, Syphilis, Lebererkrankungen und Darmkrebs bereitet.