Rizinus

( Ricinus communis )

 

Familie der Wolfsmilchgewächse

 

 

Wunderbaum, Kreuzbaum

Die Samenkörner heißen : Purgierbohnen, Treibbohnen, Zeckenkörner, römische Bohnen

 

 

August bis September

Bei Samenreife

Der reife Samen

 


 

Der Rizinus oder Wunderbaum enthält eines der stärksten Pflanzengifte überhaupt, das Ricin. 1 Gramm des konzentrierten Giftes kann bis zu 250 Menschen töten. Das Gift wurde für die ausgeklügeltsten Morde des KGB genutzt. Mit dem Ricin, in konzentrierter Form, wurden die berüchtigten Waffenschirme bestückt, die eine geringe Menge des Giftes in die Blutbahn des Opfers schossen und es dadurch innerhalb weniger Stunden tötete. Allein in der Erprobungsphase wurden Unwissende und politische Gefangene der damaligen Sowjetunion wissentlich getötet.

Naturheilkundlich genutzt ist die Pflanze weit weniger gefährlich und in der richtigen Dosierung harmlos. 


 

 

 

AlsAbführmittel wird das aus den Samen gepreßte Öl verwendet.  15 – 50 g in Wasser, Tee oder Fleischbrühe.

 

 

DasÖl kann gegen Unterleibsbeschwerden, Magen -, Darm -, Nieren -, Blasen -, Gebärmutterentzündungen auf den Unterleibgerieben werden.

 

 

nichtüberdosieren !

 

 

zuÖl besteht 80 % aus einem Glycerid der Rizinolsäure.

 

Schon vor sehr langer Zeit wurde die Pflanze in Ägypten und Vorderasien kultiviert. In ägyptischen Gräbern  - 4000 Jahre v.Chr. – fand man bereits den Samen der Pflanze als Grabbeigabe. Das Öl diente als Lampenöl, Brennöl und zur Herstellung von Salben.

In Deutschland war Rizinus erst in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts anzutreffen. Auch in den Kräuterbüchern dieser Zeit wird schon vor der Anwendung der Pflanze, vor allem der Samen, gewarnt. 


Rizinus oder Wunderbaum