Rosmarin

( Rosmarinus officinale )

 

 

Antonskraut, Meertau, Kranzenkraut, Hochzeitsblümchen, Rosmarein, Rosamarei, Röslimarie, Rosmariggen.

 

 

                           

März - Mai

                        

während der Blüte

               

Blätter und Blüten

 

 


 

       

ein immergrüner, 1- 2 Meter hoher, Strauch, mir blaßblauer

Blüte und angenehmen Geruch.


 

 

                          

Der Aufguß ( 1 Teel. pro Tasse ) wird empfohlen bei :

Bleichsucht, Verdauungsbeschwerden, mangelnder örtl. Blutversorgung, Erschlaffungszustände des Magens, bei Leberstauung und Erschöpfung, Magenverschleimung, Appetitlosigkeit, Engbrüstigkeit, Blutandrang zum Kopf, Nervenschmerzen, Schwindel. Bei Blähungen , leichten krampfartigen Magen-, Darm- und Gallestörungen. Bei Wetterfühligkeit, zu niedrigem Blutdruck, gegenVerdauungsstörungen, Bronchialkatarrh.

Rosmarinwein : gegen Störungen des Nervensystems, beiHerzleiden und Herzwassersucht, muß bei Wassersucht über mehrere Monate getrunken werden ( ca. 2 kleine Gläschen pro Tag ) . Auch bei weißem Fluß der Frauen, Muskelrheuma, Nervenschmerzen, nervösen Kopfschmerzen, bei Neuralgien der Stirnnerven.

Rosmarin - Tinktur : Kopfschmerzen, Gedächtnisschwäche,fördert die Durchblutung, erweitert die Gefäße, verbessert die Leberfunktion, regt die Gallensekretion an.

 

Rosmarin wird auch unter „ Ätherische Öle“ beschrieben.

 

 

                          

Für anregende Bäder und Kräuterkissen.

Waschungen bei Akne, Mitessern, Hautunreinheiten, zum einreiben geschwollener Füße. 

Dampfbäder mit Rosmarin werden gegen Weißfluß genannt.

 

Mit Rosmarinöl kann man das Genick und die Halswirbelsäule einreiben, wenn die Gefahr eines Schlaganfalles besteht.

 

Ein Bad gegen Filzläuse wird nach Topinards Vorschrift bereitet aus 300 g Soda, Je 3 gramm in  je 100 g Weingeist gelöstem Rosmarin und Thymianöl. Auf ein Vollbad mit 300 Litern Wasser. Es ist aber auf ein vollkommen saubere Umgebung zu achten. Vor dem Bad sollen alle Kleidungsstücke möglichst gekocht werden

 (über 14 Tage tiefkühlen bei unter  - 18 °C. geht auch ) Bettwäsche wechseln und auch auskochen. Das Bad mindestens 3 Mal im Abstand von 7 Tagen wiederholen um auch die verbliebenen Eier abzutöten. In der Apotheke erhältliche Medikamente helfen allerdings bedeutend sicherer.

 

 

 

bei empfindlichen Personen kann es zu Reizungen des Magen - Darm- Kanals und der Nieren kommen.

Nicht in der Schwangerschaft anwenden, da es zu Blutungen kommen kann !

 

 

bis 2,5 % ätherisches Öl ( Zineol, Kampfer, Linen ), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Triterpensäure

 

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

Rosmarin- Wein :  In 1 liter Weißwein setzt man eine kleine Handvoll  Rosmarin an, es soll mindestens 1 Woche in der  Wärme ( besser 14 Tage  ) stehen, dann abseihen. Dieses wirkt auch stark urinausscheidend.  

 

Rosmarin Tinktur : Man setzt 100 g . getrocknetes und zerkleinertes Kraut mit 0,2 l. Branntwein oder 60 - 70 % igem Alkohol an. Dieses läßt man 10 - 14 Tage in der Wärme ziehen. Von dieser Tinktur  können 3 x tägl. 20 - 30 Tropfen genommen werden.

 

 

 

Das Verräuchern von Rosmarin säubert die Luft von Krankheitskeimen und schlechten Bestandteilen

Rosmarinrauch durch die Nase gezogen ist wirkungsvoll gegen Husten und Schnupfen.

 

Rosmarin gehört zu den Kräutern des Vierräuber oder Pestessigs, dieser ist im KapitelÄtherische Öle beschrieben.

In der Antike wurde die Pflanze bereits als Zierpflanze verwendet. Rosmarin spielte im Aphrodite – Kult eine große Rolle. Dioskurides berichtete vom Rosmarin, er sein eine erwärmende Pflanze, die Gelbsucht heile und kräftigenden Salben zugesetzt werde.

Bereits sehr früh wurde die Pflanze über die Alpen nach Mitteleuropa gebracht. Erwähnung fand die Pflanze bereits im Capitulare de vilis, um das Jahr 820 n. Chr. Im St. Gallener Klosterplan. Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts nannten die Pflanze als Mittel zur Steigerung der Gedächtnisleistung, zur Erhaltung der jugendlichen Frische, Als Vorbeugemittel und Gegengift gegen die Pest. Auch wurde die Pflanze zum würzen von Wein und Bier, als Küchenkraut und zur Parfümherstellung verwendet.  


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