Roßkastanie
( Aesculus hippocastanum )
Familie der Roßkastaniengewächse
Gichtbaum, Kestebaum, Pferdekastanie, Sauerkeste, Wilde Kastanie, Zierkestebaum, gemeine Roßkastanie, wilder Kästenbaum
Mai
September - Oktober
abfallende Blüten im Mai, Rinde von jungen Ästen im März - April, die abfallenden reifen Früchte im September - Okt.
Bekannter Parkbaum
die geschälten, gerösteten Kastanien bei :
Blutreinigungskuren, Hämorrhoidal- Blutungen,
der Lunge, bei chronischer Bronchitis und Gebärmutterblutungen. Bei allgemeinen Durchblutungsstörungen, Krampfadern , Venenentzündungen, Neigung zu Wadenkrämpfen, Magen- und Darmkrämpfen, Wirken schwach krampflösend, entzündungshemmend, gegen Wasseransammlungen im Gewebe.
Die Rinde soll mit der Wirkung des Chinarindenbaums übereinstimmen.
Einreibungen und Auflagen bei : Sportverletzungen, Prellungen, Verstauchungen , Blutergüssen, Quetschungen, Rheuma, Gicht oder als Lichtschutzmittel.
bei empfindlichen Personen können Magenbeschwerden auftreten,
diese verschwinden aber nach absetzen sofort. Bei Kindern sollte man eine Behandlung mit Roßkastanie unterlassen, da es zu Vergiftungen kommen kann.
Man sollte für die innerliche sowie äußerliche Anwendung auf Fertigpräparate aus der Apotheke zurückgreifen, da diese einfacher zu verwenden sind und auch nicht so bitter.
ein Gemisch von Saponinen, Flavonoide, Gerbstoffe
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Blütentinktur : eine Handvoll gefallener Blüten werden in 250 g Weingeist angesetzt. Diese Tinktur ist anwendbar bei : Magenkrämpfen und Ohnmachten ( 10 Tropfen auf 1 Stück Zucker ) oder zum einreiben bei Rheuma
Für Auflagen und Spülungen werden 2-3 Eßl. zerkleinerte Rinde, Blätter und Blüten mit
1/2 l. Wasser übergossen und zum kochen gebracht. Abseihen.
Als Zusatz zu Bädern nimmt man 200- 300 g. zerkleinerte Rinde. Dieses wird in 2 l. Wasser ca. 10 Minuten gekocht.
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Ein Kastanie am Körper zu tragen soll gegen Gicht und rheumatische Schmerzen wirken.
Die erste gute Beschreibung der Kastanie stammt aus der Mitte des Jahrhunderts. Der in Prag ansässige kaiserliche Leibarzt Peter Andreas Mattioli ( Matthiolus ) erwähnt sie um 1557 in seinem Kräuterbuch.
Clusius brachte die Pflanze im Jahre 1575 nach Wien, hier erfreute sie sich als Zierbaum großer Beliebtheit und verbreitete sich über ganz Europa. Im Jahre 1672 wird sie erstmals in Berlin erwähnt.
In früheren Zeiten wurde die Rinde im März gesammelt, heute verwendet man Fertigpräparate und Extrakte.

