Schafgarbe
( Achillea millefolium )
Familie der Korbblütler
gemeine Schafgarbe, Tausendblatt, Wiesenschafgarbe, Schafrippe, Schafzunge, Bauchwehkraut, Fasankraut, Gachelkraut, Garbenkraut, Garbenwurz, Gollenkraut, Garwe, Gerwel, Gor, Gotteshand, Grensing, Grillenkraut, Gritblom, Hasenschartele, Heil aller Schäden, Herrgottsruckenkraut, reine Jase, Kachelkraut, Kachel, Karwekraut, Katzenkraut, Katzenschwanz, Katzenzahl, Källke, Lämmlizunge, Margaretenkraut, Poorblöme, Relck, Releke, Relik, Relitz, Rels, Rippel, Rötlich, Rolek, Rolei, Rülkers, Rulk, Schabab, Schabgarbe, Schnitzelqueck, Schelkraut, Tausendblatt
Juni - Oktober
während der Blüte
Blätter und Blüten
Korbblütlergewächs, bis 1,20 Meter hoch, zu finden auf Wiesen,
an Wegen und Halden, die Blüten sind weiß bis rosarot.
Der Teeaufguß ( 1 Eßl. pro Tasse ) wirkt bei :
leichten , krampfartigen Magen- Darm und Gallestörungen,
Menstruationsstörungen, Blähungen, wirkt entzündungs-
hemmend und antiseptisch. Gegen Magen- und Bauchschmerzen, Sodbrennen, Migräne, Schwindel, Übelkeit, bei Knochenmarkleiden, wirkt auf die Blutbildung, Knochenfraß, krampflösend und kreislaufverbessernd, die Herztätigkeit wird erleichtert und die Blutzirkulation verbessert. Erhöht die Widerstandskraft, macht weniger Anfällig gegen Krankheiten, bei Erkältungskrankheiten, bei Rücken- und rheumatischen Beschwerden und Schmerzen, bei Appetitlosigkeit, Störungen der Leber, bei Kreislaufstörungen und Gefäßkrämpfen, auch bei Angina pectoris zu empfehlen, bei Entzündungen im Magen- Darmtrakt, reguliert die Monatsblutungen der Frau, bei altersbedingten Beschwerden, bei Beschwerden, die durch die Wechseljahre ausgelöst werden, bei Blutandrang zum Kopf, bei Leber- und Nierenleiden, gegen Steinbildung, lindert Nervenschmerzen. Bei Nervenentzündungen. Gegen Schmerzen, die durch Herzprobleme entstehen. Fördert die Magensaftbildung, appetitanregend, zur unterstützenden Behandlung von Haut und Schleimhaut.
die Anwendung der Schafgarbe bei Krebs und schweren Erkrankungen der Nerven und des Rückenmarks ist nicht wissenschaftlich begründet.
Innerliche Wunden.
Homöopathische Anwendungen bei : Blutandrang zum Kopf, Schwindel, tränende und angegriffene Augen, Nasenbluten, Ohrenschmerzen, Mundfäule, rauem Hals mit Schluckbeschwerden, Magendrücken, Bauchschmerzen, Durchfall, Würmer, Hämorrhoiden, Blutharnen, Gebärmutterblutungen und – krämpfe, Bruststechen, Blutspeien, Fieber, Hauterkrankungen, eiternde Geschwüre, Knochenfraß, Verletzungen.
Als Auflage oder Umschlag bei Entzündungen der Haut.
Bei Geschwüren, schlecht heilenden Wunden, Hautentzündungen, bei wunden Brustwarzen stillender Mütter.
Äußerliche Wunden und Schäden der Haut.
Sitzbäder bei Juckreiz. Bäder an Armen und Beinen bei
Nervenentzündungen.
Personen mit Überempfindlichkeit gegen Stoffe der Korbblütler-
pflanzen dürfen Schafgarbe nicht anwenden. Sollte eine versehentliche Behandlung erfolgt sein, äußert sich die Allergie in juckenden und entzündlichen Hauterscheinungen auch verbunden mit Blasenbildung. Eine weitere Behandlung hat dann sofort zu unterbleiben. Eine Kur sollt nicht länger als 4 Wochen andauern.
0,2– 1 % ätherische öle, Polyine, Pflanzensäuren, Flavonoide, Bitterstoffe, Triterpene, Kumarine, Gerbstoffe, Sesquiterpenalkohole, ein Protein-Kohlehydratkomplex
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Teeaufguß : wird bereitet mit 1 gehäuften Teel. pro Tasse Wasser
Schafgarbentinktur : eine Flasche wird mit, in der Sonne gepflückten, Schafgarbenblüten gefüllt. Die Flasche wird mit 40 % igem Korn aufgefüllt. 14 Tage in der Sonne oder in der Nähe einer Wärmequelle stehen lassen.
Schafgarbensalbe : 90 g Butter oder Schweineschmalz erhitzen, 15 g zerkleinerte, frische Blüten hinzugeben. Zusätzlich noch 15 g kleingehackte Himbeerblätter hinzugeben. Das Ganze auf dem Herd einmal richtig durchbraten lassen ( kurz ! ) und über Nacht stehen lassen. Am folgenden Tag noch einmal etwas erwärmen und durch ein engmaschiges Tuch pressen. In saubere, verschließbare Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Für ein Sitzbad nimmt man 100 - 150 g Schafgarbe , aufkochen, über Nacht stehen lassen und am nächsten Tag wieder aufkochen und dem Bad zugeben.
Schafgarbensaft gewinnt man unter Verwendung eines Entsafters. Von diesem Saft
sollte man 4 Wochen lang täglich 2 Eßl. nehmen.
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Dioskurides beschrieb die Pflanze bereits gegen Blutflüsse und Wunden.
Der Sage nach soll der griechische Held Achilles die Heilwirkung der Pflanze entdeckt und angewendet haben.
Im Mittelalter war die Schafgarbe ein Mittel gegen Schwindsucht, Pest, Zahnschmerzen, Weißfluß, Menstruationsunregelmäßigkeiten, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und als blutstillendes Mittel.
