Schierling,gefleckter

( Conium maculatum )

 

Familie der Schirmträger

 

 

Berstkraut, Blutkraut, Erdschierling, Fleckenschierling, Mäuseschierling, Rattentod,

Scharlachkraut, Schwindelkraut, stinkender Schierling, Vogeltod, Wangenkraut, Würgling, Ziegenkraut, Mäuseschierling, Scharnpiepen, Scharpenpiepen, Scherling, Teufelspeterling, Wüterich, Wütscherling, Wutzerling, Ziegendill, Ziegenkraut.

 

 

                         

Juni bis August

                       

Niemals selbst verwenden

                 

Die blühenden – also 2 jährigen - Pflanzen

 


 

Die Pflanze hat einen ekelhaften Geruch nach Mäusen, der Geschmack der Blätter ist widerlich, salzig bitter und scharf. Es besteht Verwechslungsgefahr mit verschiedenen ungiftigen Pflanzen !

 


 

 

Schierling darf in nur und ausschließlich in der hom. Verdünnung

und auf ausdrückliche Anordnung des Arztes verwendet werden.

Er ist tödlich giftig, schon in kleinen Dosen.

Die hom. Verdünnung bei :

Geistes- und Gemütskrankheiten, Schwindel, Ekzemen, Gerstenkorn, Koliken, Impotenz, beiübermäßigem Geschlechtstrieb, bei Drüsenverhärtung, bei übermäßigem Kräfteverfall, Muskelmüdigkeit, dauernder Druckschmerz der Leber und des Darmes , bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse, Krebs, Knochenfraß, fressende Geschwüre, Flechten.

 

 

                        

uninteressant

 

 

 

Die gesamte Pflanze ist tödlich giftig, in früheren Zeiten wurde sie

für Hinrichtungen verwendet ( Schierlingsbecher ). Eine Anwendung durch den Laien ist also in jedem Fall ausgeschlossen.

Bei versehentlicher Anwendung soll Erbrechen erregt werden und Kaffee und Essig eingegeben werden. In jedem Fall ist der Notarzt oder eine Vergiftungszentrale aufzusuchen.

 

 

Alkaloide ( hauptsächlich Koniin ), y-Konizein, Konhydrin, Methylkoniin, ätherisches Öl, Kumarine, Chlorogensäure

 

 

 

Obwohl die Pflanze im Mittelalter mehr als Hinrichtungsmittel verwendet wurde, bestehen einige Aufzeichnungen als Heilmittel aus dieser Zeit. Die heilige Hildegard von Bingen erwähnte die Pflanze. Im Mittelalter wurde die Pflanze zu den sogenannten Hexenpflanzen gerechnet, sie war wichtiges Bestandteil der psychoaktiv wirkenden Hexensalben.

Die Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts nennen die Pflanze als Giftpflanze, die auch dem Hausvieh und Weidetiere gefährlich werden kann. In der Medizin wurde der Schierling lediglich als äußerliches Mittel gegen Geschwülste und Geschwüre genannt.

 


Fleckenschierling