Schlehen,Schwarzdorn
( Prunus spinosa )
Familie der Rosengewächse
Schlehendorn, Dornschlehen, Effken, Kietschkepflaumen, Schlehen, Schliehen, Schlinken, Slene
März und April
Früchte im Oktober
Früchte, Rinde und Wurzeln
Schwarzdorn gehört zur mitteleuropäischen Pflanzengruppe, wächst häufig in Pflanzengruppen, die Früchte sind schwarz bis dunkelblau.
Der Tee aus der Blüte dient zur Blutreinigung, stärkt Magen und Brust und wirkt harntreibend.
Schlehensaft kann man auf geschlossene Wunden und Geschwüreauftragen. Die Wurzeln in Wasser gekocht und abgeseiht ergeben einen Absud gegen Geschwüre des Mundes, Rachens und des Zäpfchens.
Ein Voll – oder Teilbad gegen den übermäßigen Blutfluß bei Frauen läßt sich in einem Kräuterbuch finden. Schlehen mit oder ohne Wurzel sieden und in dieses Siedewasser einen glühenden Nagel werfen. Kurz ziehen lassen. Die entstandene Schlehenbrühe gibt man dann dem Badewasser zu, dies soll den Gebärmuttervorfallbeeinflussen und übermäßige Blutungen stoppen.
keine bekannt
Flavonoide, Gerbstoffe, Zucker, Spuren eines Blausäureglycosids
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Die Früchte der Schlehe wurden mit Sicherheit schon in der Steinzeit als Nahrungsmittel verwendet.
Die erste Beschreibung als Arzneipflanze stammt von der heiligen Hildegard von Bingen.
Im 16. Jahrhundert wurde die Pflanze dann wieder in den Kräuterbüchern aufgeführt. Die Beeren konnten in Honig eingelegt werden und wirkten dann als Schlafmittel. Blätter, Blüten und Rinde wurden ebenfalls verwendet.
Aus den Früchten wurde dann der Schlehenwein bereitet, der bis heute große Beliebtheit genießt und auch noch in vielen Familien angesetzt wird.
Im Aberglauben und für Bauernregeln wurde die Schlehe genutzt, ein fruchtreiches Jahr galt als Vorbote eines strengen Winters.

