Schöllkraut
( Chelidonium majus )
Familie der Mohngewächse
Warzenkraut, Goldkraut, Herrgottsblatt, Schwalbenkraut, Goldwurz, Maikraut,
Krätzenkraut, Blutkraut, Aftkraut, Geschwulstkraut, Schellwurz, Affelwurz, Augenwurz, Gilbkraut, Goldkraut, Grindwurz, Jölk, Jülk, Nagelkraut, Augenklar, Schälerkraut, Schälfers, Schindkraut, Schinnkraut, Schindwurz, Tackenkraut, Trudenmilch, Warzenkraut
Mai - Juli
Vor der Blüte
das Kraut und die Wurzeln
die Pflanze wird 30 - 80 cm hoch, hat unterseits blaugrüne
Blätter, in den Stängeln ist ein orangeroter Saft.
Die Anwendung der Pflanze ist nicht ungefährlich, die Gefahr einer Vergiftung besteht bei der innerlichen Verwendung. Die Pflanze findet Verwendung bei : Leber- und Gallenleiden - hier nimmt man ½ g. pro Tasse. Zur Anregung des Stoffwechsels, bei Leber- und milzleiden, blutreinigend, blutbildend, bei schwerem Leberleiden, bei Gallen- Nieren- und Leberleiden, Gelbsucht, bei stechendem, schneidendem Schmerz beim Harnen, bei Wassersucht, Gicht und Rheuma, harntreibend, abführend, schmerzstillend. Der Saft der Wurzel wird empfohlen bei schneller Abmagerung, bei Wassersucht, bei hellgelben Durchfällen, bei bösartigen Hauterkrankungen. Auch bei Herz- und
Kreislaufstörungen, bei Erkrankungen der Atmungsorgane. Wirkt stark krampflösend und schmerzstillend. Wirkung auf die Bronchien. Bei ständiger Müdigkeit und Benommenheit aber auch bei asthmatischen Beschwerden wird Schöllkraut empfohlen.
Anwendung des Saftes ( nicht zu empfehlen ) aus einem alten Kräuterbuch : Der Saft des Schöllkrautes in einen hohlen Zahn geträufelt, nimmt das Zahnweh.
Zum betupfen von Warzen. Bei äußerlichen Geschwüren, bei
Flechten, bösartigen Hautleiden, Hühneraugen, evtl. bei Hautkrebs. Scherpilzflechten, Hühneraugen. Gegen Hautwolf
Bei Anwendung der ( zu empfehlenden ) Tinktur nicht bekannt.
Bei Anwendung des frischen Krautes kann es zu Vergiftungserscheinungen wie : schweres Erbrechen, schwere Durchfälle, Kreislaufversagen kommen.
Auch hier ist eine Anwendung ohne Verordnung des Arztes nicht zu empfehlen. Es kann beim sammeln zu Hautreizungen kommen.
etwa 20 % Alkaloide, eiweißspaltende Enzyme
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Teebereitung : 1 gestrichener Teel. pro Tasse, nur brühen, nicht kochen.
Tinktur : In der Apotheke erhältlich.
Saft : gewinnt man, indem man die Pflanze , frisch, durch einen Entsafter läßt.
Wein : 30 g Schöllkraut, samt Wurzeln, werden mit 1/2 Liter Weißwein übergossen und 2,5 Stunden ziehen gelassen, dann abseihen und auspressen. Schluckweise verwenden !!
Bei einem akuten Galle- oder Leberleiden, aber auch bei Bronchitis oder Grippe ist ein etwas stärkerer Tee zu empfehlen. Dazu nimmt man 2 Eßl. der zerkleinerten , frischen Wurzel und überbrüht mit 1/2 Liter kochendem Wasser., läßt 20 Minuten ziehen und seiht ab. Von diesem Tee sollen 3 - 4 Tassen täglich getrunken werden.
Weißen Wein 0,5 Liter mit 30 g. Schöllkraut ansetzen, dies treibt den Schweiß und hilft gegen Wassersucht.
![]()
Zieht Freude an und heilt Depressionen, es beschützt und hilft, sich auf verfänglichen Situationen zu befreien.
Ob sie Pflanze bereits in der Antike Anwendung fand kann nicht genau bestimmt werden.
Im Deutschland des Mittelalter war das Schöllkraut gut bekannt, es wurde gegen unterschiedliche Erkrankungen genannt.
In den letzten Jahrzehnten fand eine Beschreibung der Pflanze als lebensrettendes Mittel durch die Kräuterkundige Maria Treben große Aufmerksamkeit.
