Senf
( Sinapsis alba , -nigra )
Familie der Kreuzblütler
Gelber Senf, Speisesenf, englischer Senf, brauner Senf, Mostrich, französischer Senf
Juni - August
August - September
Samenkörner
eine 1 jährige Pflanze, die bis zu ½ Meter hoch werden kann.
Ein - Zweimal täglich 1 Teel. Senfkörner wirken :
fördernd auf die Verdauung, bei Blutandrang zum Kopf,
Harnorgane. Aber Vorsicht : nicht übertreiben sonst
Frisches Senfmehl wird mit Wasser zu einem dicken Teig ver-
Rührt ( Senfpflaster ). Diese Paste wird in Gaze oder Mull gestrichen und
aufgelegt bei : meistens wird das Senfpflaster auf die Fußsohlen aufgelegt., kann aber auch an anderen Stellen angebracht werden, obwohl es dann als deutlich unangenehmer empfunden wird. als- und Brustkatarrh, bei Entzündungen,
bei Rheuma, Gicht, Lähmungen, Krämpfen und Ohnmachten.
Zerstoßene Senfkörner werden in Säckchen gebunden und in
Bäder gelegt, bei : Blutandrang zum Kopf , bei beginnendem
Fieber und kalten Füßen.
Bei Anwendungen mit Senf ( innerlich sowie äußerlich ) soll stets
ärztlicher Rat eingeholt werden, da diese Anwendungen nicht ungefährlich sind und unangenehme Nebenwirkungen haben können. Außerdem kommt es bei Anwendungen mit Senfpflastern zu einer Wärmereizung der Haut. Diese ist erwünscht, kann aber bei empfindlichen Personen auch als unangenehm empfunden werden. Ein falsche Anwendung der Pflaster kann auch Blasen und Entzündungen der Haut verursachen, eine innerliche Gabe kann Nierenschäden verursachen. Die Anwendung bei Kreislaufschäden und Venenerkrankungen ( z.B. Krampfadern ) ist, in jedem Fall, zu unterlassen.
Senfölglycoside, bis 30 % fettes Öl, Sinapin und Schleimstoffe
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Rezepte und Anwendungen mit dem schwarzen Senf ( sinapsis nigrae )
Fußbad gegen Blutandrang zum Kopf, ausbrechendem Fieber, kalte Füße :
50 - 100 g Senfmehl
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Weißer Senf war bereits den Griechen und Römern bekannt. Die Römer brachten den Senfüber die Alpen nach Mitteleuropa, zu dieser Zeit wurden auch die Blätter als Gemüse gegessen.
Die medizinische Anwendung des Senfs wird erst ab dem 16. Jahrhundert genannt. Anwendungsgebiete waren Fieber, Skorbut, Steinleiden, Ohrensausen, Erfrierungen, als Zutat zur Bereitung eines Zugpflasters gegen Geschwüre.
Das fette Öl des schwarzen Senf wurde erstmals im Jahre 1730 von Hermann Boerhaave hergestellt.