Spitzwegerich
( Plantago lanceolata )
Familie der Wegerichgewächse
Spitzfederich, Spitz-Wegeblatt, Rippenkraut. Roßrippen, Lämmerzunge, Lungenblatt, Schafzunge, Heilwegerich, Wundwegerich, Hundsrippe, Hundsblätter, Hundszunge, Romeien, Spießkraut, Spitzenfedern, Spitzewägeli, Spitzeweder, Spitzfederich,
April - September
Mai -September
Blätter
wächst auf Wiesen , Wegen, Halden, mit langen, spitz
zulaufenden Blättern.
Der Tee wird verwendet bei :
Lungenverschleimung, Husten, Erkältung, Appetitlosigkeit, Blasenschwäche, langanhaltenden Durchfällen, Erkrankungen der Atemwege, Keuchhusten, schlechtem Blut, Asthma, schwachen Nieren, bleiches Aussehen, Leber- und Blasenleiden, gegen Steinbildung, als Reinigungsmittel bei schlechtem Blut, schwacher Lunge, schwacher Stimme, bei Katarrh und Verschleimung, auch
Bei Lungenverschleimung und Asthma kann Spitzwegerich mit Lungenkraut zu gleichen Teilen gemischt werden.
Der Saft der Pflanze kann in frische Wunden getropft werden, er hilft bei der Heilung. Er kann auf Insektenstiche getropft werden und lindert den Juckreiz.
Auflage der gequetschten Blätter : bei Wunden , leichtenVerbrennungen, Quetschungen, Blutergüssen, Entzündungen der Augenlider und Geschwüren. Bei offenem Fuß, Versuch bei bösartigen Geschwulsten, bösartigen Drüsenerkrankungen, verhärtete Knoten, mit Einverständnis des Arztes bei Thrombosen.
Zerquetschte Blätter können mir frischem Eiweiß vermischt auf offene Wunden aufgetragen werden, dies stillt die Blutung.
Den Mund mit Wegerichwasser ausgespült hilft gegen wunde Stellen und Fäule.
keine bekannt
Indoidglycoside, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Pflanzensäuren, Flavonoide, Kieselsäure, Mineralstoffe
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
1.
Spitzwegerich - Sirup : Die Blätter werden mit Zucker auf Sirupdicke eingekocht. Von diesem Sirup kann man bei Husten, Erkältung etc. mehrmals täglich 1 Teel. einnehmen.
2.
Spitzwegerich- Sirup : 2 gehäufte Doppelhände voll frisch gewaschener Blätter werden durch einen Entsafter gegeben, man mischt Saft und Blätter wieder zusammen, zu dem entstandenem Brei gibt man etwas Wasser, 300 g Zucker und 250 g Bienenhonig. Diese Mischung kocht man unter ständigem Rühren, bis sich alles zu einer dicklichen Mischung verbunden hat.
Diese Mischung wird heiß in Gläser gefüllt, verschlossen und kühl aufbewahrt.
3.
Spitzwegerich - Sirup
In ein großes Glas werden gewaschene Blätter gelegt und immer , schichtweise, mit Rohzucker bedeckt. Auf diese Weise füllt man das Glas und läßt die Mischung sacken. An den nächsten Tagen wird immer mit Zucker und blättern nachgefüllt. Dann deckt man das Glas mit vier- fünffachem Pergament ab. Jetzt gräbt man ein Loch im Garten und stellt das Glas hinein. beschwert mit einem Brett und schüttet mit Erde zu. Durch die gleichmäßige Wärme in der Erde entsteht, nach ein paar Monaten, eine vergorene Mischung. Diese läßt man durch einen Entsafter, den Saft kocht man einmal gut auf und füllt in saubere Gläser ab. Diesen Sirup kann man auch herstellen, wenn man keine Möglichkeit hat, das Glas zu vergraben. Man stellt das Glas dann in Herdnähe auf, oder an einem anderen warmen Ort, wartet , bis sich der Sirup absetzt und kocht den Sirup dann einmal auf.
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Dioskurides beschrieb die Pflanze als austrocknendes, zusammenziehendes Mittel und setzte sie gegen Blutungen, Geschwüre, Geschwülste, Brandwunden und Bleichsucht ein.
Hildegard von Bingen nannte die Pflanze als ein Mittel um sich vor angezauberter Liebe zu schützen und um sich von angezauberter Liebe frei zu machen.
Ab dem 16. Jahrhundert wird die Pflanze gegen innere und äußere Wunden genannt und gegen Durchfall, Ruhr, Nasenbluten, Wassersucht, Schwindsucht und Eingeweidewürmer eingesetzt.