Teufels - Abbiss
( Succisa Pratensis Moench )
Familie der Kardengewächse
St. Peterskraut, Abbiß, blaber Hans ( blauer Hans ), Teufelwurz, Stickblümchen, Abbißwürze, Teufelsbiß, Gottvergessen, Laakblume, Rötelwurz, Verbissene
Juli - September
vor der Blüte
Blätter, Wurzeln im Frühjahr oder Spätherbst
eine 30 - 50 cm hohe Pflanze, die Blätter sind etwas glänzend
und die Blüten blauviolett. Der unheimliche Name der Pflanze wurde ihr durch die, wie abgebissen aussehende, Wurzel gegeben.
Der Tee aus Wurzeln und Blättern bei :
Husten und Heiserkeit, Verschleimung, Katarrh, Asthma,
Durchfall. Der Tee aus den Blättern ist verdauungs- und
wassertreibend. Dem Tee wird in der Naturheilkunde nachgesagt, dass er in Körper geronnene Blut austreibt und zerteilt.
Das Auflegen der frischgequetschten Blätter oder der
gepulverten Wurzel bei : Blutunterlaufungen, Quetschungen,
Krätze, Geschwüre, Ekzeme, Entzündungen.
Zum Gurgeln bei Halsbeschwerden und – geschwüren.
Genaue Dosierungsanleitung in der Apotheke erfragen.
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Aus Kräuterbüchern
Das abergläubische gemeine Volk sagt, dass der Teufel diese viel nutzbare und heilsame Wurzel dem Menschen nicht vergönne, darum beißt er sie in der Erde ab, dass sie ihre vollkommene Kraft nicht haben mag. Das Kraut soll bewährt sein wider die Pestilenz so man sie in Wein siedet und davon trinkt.
Teuffels abbiss
soll bewert sein wider die Pestilentz
so manns in wein siedet
vnd daruon trinckt
auch die grüne gestossene bletter auff die drüse vberlegt.
Gleich Krafft hat die Wurtzel,
Gemelter tranck zertreibet auch das untergerunnene
blutt im leibe
so sich vom stossen oder schlagen gesamelt hat.
Diese Wurtzel gesotten
vnd daruon getruncken
hat ein besondere art zu stillen die weetage der mutter
vnd die bauchwürme zu tödten.
Das gebrannt wasser auss Teuffels abbiss
getrunken
dienet wider alle gebresten der brust
husten
heyserkeit
schweren athem
so sich zähem schleim
vnd kalten flüssen erheben...
1563 Matthiolus