Waldmeister
( Galium odoratum = Asperula odorata)
Familie der Krappgewächse
Gliedkraut, Gliedgänge, Halskräutlein, Herzfreide, Leberkraut, Sternleberkraut, Teekraut, Unser lieben Frauen Bettstroh, Möske, Möseke, Möserich, Mösch, Meisch, Meister
Frühjahr
Vor Beginn und kurz nach Beginn der Blüte
Blätter
Die Pflanze wächst auf Lichtungen
Der Tee beruhigt den Magen, reinigt die Leber, soll Harngrieß und Harnsteine aus der Blase entfernen. Wurde auch gegen Schlaflosigkeit, Hysterie und Migräne eingesetzt. Es scheint auch ein Wirkung gegen Melancholie vorhanden zu sein.
Arzneiliche Präparate zur Behandlung von Entzündungen der weiblichen Geschlechtsorgane.
uninteressant
Bei Überdosierung kann es zu Übelkeit, Schwindelgefühlen und Erbrechen kommen. Der Kumaringehalt der Pflanze schränkt die Anwendungszeit stark ein, da sich dieser Stoff in Tierversuchen als stark lebertoxisch erwiesen hat.
Die Herstellung von Kumarinhaltigen Lebens- und Genußmitteln ist stark eingeschränkt und teilweise verboten.
Kumarine, die bei der Trocknung oder während des Welkens entstehen. Gerbstoffe, Bitterstoffe, Glycosid
![]()
Waldmeister zieht Reichtum an und bringt Sportlern Siege. Aus verstreuten Lavendelblüten, Waldmeister, Buchsbaum und Rosenblüten machte man eine Bodendekoration für heilige Feiertage ( z.B. Yulfest =Weihnachten )
In Mecklenburg hängte man Kränze aus Waldmeister in die Schlafzimmer. Bis etwas 1930 feierte man in Rheinsberg das Möske-Fest, ein altes Volksfest für das die Bevölkerung gemeinsam Waldmeister sammelte.
Kneipp empfahl das Kraut, zusammen mit Erdbeerblättern, als Blutreinigungsmittel.
Getrocknet in Schränke gelegt vertreibe Waldmeister Motten. Aus Waldmeister lässt sich die bekannte Waldmeisterbowle herstellen, praktischer und gleichzeitig ergiebiger ist das Ruchkraut.
