Zinnkraut,Schachtelhalm

( Equisetum arvense )

Familie der Schaftheugewächse

 

Ackerschachtelhalm, Schachtelhalm, Schafheu, Katzenschwanz, Ratzenschweif, Spinnlich, Zöpfling, Fuchsschweif, Bandwisch, Pferdeschwanz, Fegekraut, Scheuergras, Ackerschaftheu, Katzenrocken, Katzenstert, Katzenstiel, Katzenzagel, Katzenzahl, Negenknee, Rug, Rugen, Rugstert, Schabrausch, Schafrusch, Schaftelheu, Schaftheu, Schafstroh, Schaftelen, Scharpisch, Schnagt, Bandwisch, Fegkraut, Scheuergras, Zinngras, Zinnheu, Unnet, Unger

 

 

 

                          

Juni

                        

Juni - Oktober

                 

grüne Stengel

 


 

         

bekannt, es gibt aber mehrere Unterschiedliche Arten, man

muß sich also auskennen um nicht eine falsche Art zu sammeln. 

 


 

 

                           

Der Tee - 1 Teel. pro Tasse - wird verwendet als :

eines der besten Lungenmittel, schwache Lungengewebe können durch länger andauernden Gebrauch gefestigt

werden, sehr wirksam bei Blutungen, selbst schwere Lungenblutungen können durch regelmäßigen Teegenuß

gestillt werden, bei Lungenleiden werden auch Inhalationen genannt, gilt auch für Bluterbrechen, wirkt, kräftigend auf Magen und Darm, wirkt beim kranken Menschen auf die Harnorgane, gegen Blasenkrampf und Blasenschwäche, Linderung bei schmerzhaftem urinieren, Harngrieß, Steinbildung, Bettnässen, Nierenentzündung, Blasen- und Nierenbeschwerden, Steinleiden, Blasenerkältungen, Nierenbeckenentzündungen und -eiterungen, Blutflüssen, Wasseransammlungen im Herzbeutel oder im Rippenfell, Wassersucht, Schleimbeutelentzündungen, Leber- und Gallebeschwerden, Bandscheibenschäden, Schmerzen die durch die Nieren ausgelöst werden,bei Blutarmut - auch wenn diese durch bösartige Geschwüre entstanden ist, bei Rheuma, Gicht und geschwächten Gelenken. Bei Heuschnupfen. Man erzielt eine Neutralisierung vieler giftiger Stoffe im Körper. Der Tee soll sogar bösartige Geschwüre absterben lassen. Nieren und Blasenmittel, Blasenschmerzen, Rote Ruhr, Harnbrennen. Aufgrund des Kieselsäuregehaltes früher zur Tuberkulosebehandlung benutzt.

Der Tee kann gegen brüchige Haare und Fingernägel getrunken werden.

 

 

                          

Umschläge, Auflagen und Bäder ( Voll- und Sitz- , Dampf- ) mit

dem Kraut werden empfohlen bei : Hautentzündungen,Flechten, Geschwüren, Hämorrhoidalknoten, bei faulenden

Wunden und Geschwüren, besonders auch bei Knochenfraß, Bartflechte und fressenden Flechten. Als Gurgel- und Spülwasser bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, schlechten Zähnen. Ein Klistier aus Zinnkraut, gemischt mit Eichenrinde oder Bockshornklee  , bringt Erleichterung bei Mastdarmfisteln. Auflagen werden auch bei Beschwerden der Harnorgane genannt. Auf frische Wunden gelegt, stillt es Blutungen und heil, nimmt Entzündungen die Hitze.

 

 

keine bekannt , die Anwendung des Krautes bei Ödemen ( Wasseransammlungen im Körper ) infolge eingeschränkter Herztätigkeit und Nierentätigkeit ist nicht zu empfehlen, es wäre unnötige Flüssigkeitszufuhr. Beim  sammeln soll man sich sicher sein. Es kann leicht zu Verwechslungen mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm kommen oder der nicht wirkende Waldschachtelhalm gesammelt werden. Wer sich nicht richtig auskennt soll diese Kraut in der Apotheke kaufen. 

 

 

mehr als 10 % mineralische Bestandteile, davon etwa 2/3 Kieselsäure, Flavonoide, Spuren von Alkaloiden ( Nikotin ), Pflanzensäuren

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

 

Teebereitung : Man nimmt 1 gehäuften Teel. auf 1 Tasse Wasser.

  

Dunstumschlag : Man dünstet Zinnkraut, in einem Sieb, über kochendem Wasser.

Das  warme Zinnkraut kann dann auf die entsprechende Stelle aufgelegt werden. Es

wird mit einem Tuch oder einer Binde fixiert.

 

 

Zinnkraut- Tinktur : Hier nimmt man 20 g Zinnkraut und übergießt es mit 100g

Doppelkorn. 14 Tage stehen lassen. Öfters schütteln.

 

 

ein Zinnkraut- Bad bereitet man mit 200 g. Schachtelhalm. Dieses wird in 2 Litern Wasser

gekocht, abgeseiht und dem Badewasser beigemischt.

 

 

Im Altertum verwendeten bereits die Griechen und Römer Schachtelhalmarten. In Griechenland war die Pflanze unter dem Name „Hippuris“ genannt und von Dioskurides beschrieben.

 

Im 12. Jahrhundert empfahl Albertus Magnus die Pflanze als blutstillendes Mittel. In den Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts war die Anwendung von Zinnkraut als medizinische Indikation an den ersten Stelle zu finden. Durch viele Jahrhunderte hindurch wurde die Pflanze als Putzmittel für Zinngeschirr verwendet.

Kneipp verwendete die Pflanze gegen Harnbeschwerden, gegen Blutungen und Bluterbrechen, Blasenkatarrh. 

 


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